Das Fahrradfahren ist nichtmotorisierter Schnellverkehr.
Eine sinnvolle Verkehrspolitik sollte einen Schwerpunkt auf die Beschleunigung des Radverkehrs legen. Verkehrswege, die Radfahrern ein schnelles Vorankommen ermöglichen, bieten gleichzeitig auch mehr Sicherheit, denn die Geschwindigkeit, die man als Radfahrer aus eigener Kraft erreichen kann, stellt für sich genommen kein besonderes Risiko dar. Und sie stellt sicher auch kein Umweltproblem und kein Lärmproblem dar. Das Fahrrad hat kein Problem mit der Geschwindigkeit. Schnellere Durchschnittsgeschwindigkeiten vergrößern das Gebiet, das sich innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen läßt, erheblich und leisten damit einen Beitrag zur Anhebung des Fahrradanteils am Gesamtverkehrsaufkommen.
Die tatsächliche Verkehrspolitik läuft in Deutschland gerade auch unter "Rot-Grün" sehr stark in die entgegengesetzte Richtung, weil immer mehr Straßen für Radfahrer gesperrt werden, benutzungspflichtige Radwege gebaut werden und zusätzliche Ampeln, Umwege, Steigungen, Kurven, negative Vorfahrtsregelungen und andere Verlangsamungsmaßnahmen den Radfahrern aufgebürdet werden. Gerade die Grünen haben sich in den letzten Jahren total gewandelt von einer Partei, die sich unter anderem für Umweltschutz interessierte, zu eine Schickeria-Partei, die das Fahrrad als Verkehrmittel zugunsten des hemmungslosen Rasens mit dem Auto systematisch bekämpft. So ist es zum Beispiel die Politik der rot-grünen Koalition in Schleswig-Holstein, Straßen, die man heute oder vor wenigen Jahren mit dem Fahrrad gut befahren konnte und durfte, zu Autobahnen zurückzubauen. Das traurigste Beispiel ist die ehemalige Bundestraße N 404, die praktisch auf der gesamten Länge für Radfahrer ersatzlos beseitigt wird, um eine A 21 an gleicher Stelle entstehen zu lassen.
Die Interessenvertretung der Radfahrer wird in
Deutschland durch den
ADFC
wahrgenommen.
Da werden jetzt die ersten kommen und sagen, daß das diejenigen seien, die mehr Radwege wollen u.s.w. Aber Radwege können durchaus erheblich gefährlicher, langsamer und ungünstiger sein, als das Fahren auf der Fahrbahn, was sogar von Versicherern eingeräumt wird. Auch verschiedene Untersuchungen, z.B. in Kanada bestätigen die Gefährlichkeit von Radwegen. Das ist ein Aspekt, den man natürlich auch innerhalb des ADFC immer wieder in den Vordergrund stellen muß. Anscheinend ist Island ein Beispiel für ein ziemlich radfahrerfreundliches Land: Keine straßenbegleitenden Radwege und man darf auf allen Straßen fahren.
Interessanterweise werden Radwege auch praktisch nie dort gebaut, wo eine Straße heute für Radfahrer gesperrt ist und durch diesen Radweg legal benutzbar gemacht werden könnte, sondern dort, wo man heute legal und sicher auf der Fahrbahn fahren kann. So kann man vielleicht mit Kilometerzahlen angeben, aber diese Radwege sind bestenfalls unnütz und schlimmstenfalls schädlich. Denn ich würde aufgrund meiner langjährigen den Fall, daß Radwege das Fahren gefährlicher machen, sogar als den absoluten Normalfall bezeichnen. Eingehende Untersuchungen (mirror) bestätigen speziell den Sicherheitsnachteil von Radwegen eindeutig. Deshalb gibt es mindestens 50 Gründe, einen Radweg zu meiden, wenn nicht mehr.
Häufig wird es gewünscht, daß man zum Radfahren Straßen mit wenig MIV benutzen kann. Als Lösung wird hier gerne vorgeschlagen, dem MIV schnellere Wege zu bauen, so daß sich dieser dorthin verlagert. Erfahrungsgemäß funktioniert das nicht so gut, weil diese schnelleren Wege für den MIV zu dessen Zunahme führen und in manchen Fällen sogar auf der scheinbar entlasteten Strecke das Gegenteil bewirken. Ein besserer Ansatz wäre es vielleicht, wenn man den Anreiz zur Benutzung einer anderen Strecke nicht durch schnellere Straßen schafft, sondern durch ein Mautsystem, das verschieden hohe Preise pro Kilometer berechnet. Damit kann man auch Straßen, die schnelle und direkte Verbindungen herstellen, vom MIV entlasten, ohne diesen unnötig zu beschleunigen und zu vermehren. Die höchste Maut pro Kilometer würde auf innerörtlichen Straßen in Wohngebieten anfallen. Es sollte sich in absehbarer Zeit technisch machen lassen, daß man tatsächlich auf allen Straßen für den MIV Gebühren erhebt, mit verschiedenen Kilometerpreisen, je nach Straße.
Sehr informativ ist die
FAQ zu de.rec.fahrrad
in der viele interessante Fragen rund um
das Fahrrad Beantwortung finden.
Als Beispiel und Anregung für die Verwendung des Fahrrades für
Urlaubsreisen kann man Reiseberichte lesen. Für das Radfahren in Ländern
im östlichen Mitteleuropa und in Südosteuropa hat Jens Pönisch
Tips für die Fahrradmitnahme im Zug
zusammengetragen.
Häufig wird ja behauptet, daß das Fahrrad nix für den Winter sei.
Interessanterweise wird bei der nördlichsten Universität der Welt in
Spitzbergen empfohlen, gerade
im Winter das Fahrrad zu benutzen.
Das ist wohl ein Link auf die nördlichste Fahrradseite der Welt!
Eigentlich sehe und verwende ich das Fahrrad eher als Verkehrsmittel denn als Sportgerät, aber der Radsport gehört vielleicht bei einer Fahrradseite auch dazu. Außerdem dient er doch auch als Antrieb für die Verbesserung des Fahrrades und auch als Einstieg in die Fahrradnutzung. In diesem Sinne freue ich mich darüber, an einem entsprechenden Webring teilzunehmen.
| Deutscher Radsport-Webring | |||
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| Der Radsport-Webring wird betreut von Thorsten Büker |