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Fragen zum Thema: Umwelt

Frage: Ich finde die CO2-Reduzierung toll. Und Müll gibt es genug, sagen Sie. Was aber wenn sich die Bedingungen ändern? Ist dann die Versorgung sichergestellt?

Antwort: Das Aufkommen des Mülls ist aus heutiger Sicht auf lange Sicht kein Problem. Aber auch unsere gasbetriebenen Spitzenkessel werden bestehen bleiben.

Frage: Das MHKW produziert wirklich CO2-neutrale Fernwärme?

Antwort: Ja. Bilanziell wird das MHKW als CO2-neutral dargestellt.

Frage: Die K.O.-Kriterien der nicht ausgewählten Trassen sind nicht transparent. Es gibt keine genauen Zahlen der betroffenen Bäume.

Antwort: Die Kriterien und genauen Zahlen der betroffenen Bäume werden mit der UVP-Unterlage eingereicht. Diese wird wie erörtert noch vor der offiziellen Antragsstellung zum Planfeststellungsverfahren durch die Genehmigungsbehörde verteilt. Die Untersuchungsergebnisse können einer Tabelle entnommen werden.

Frage: Warum ist der Eremit-Käfer mehr wert als 80 Bäume? Kann der Käfer nicht umziehen?

Antwort: Herr Block-Daniel: Der Eremit-Käfer ist gem. Naturschutz-Richtlinie der EU als prioritäre Art eingestuft und damit geschützt. Es drohen bis zu 5 Jahre Haft bei vorsätzlicher Fällung.

Frage: Wie viele Bäume werden im Gebiet Vahr gefällt?

Antwort: Herr Block-Daniel: Die Bäume entlang der Trassenführung in der Vahr wurden von mir alle begutachtet. Aus jetziger Sicht sind hier keine Baumfällungen entlang der Kurfürstenallee (rechte Spur stadtauswärts) vorgesehen.

Frage: Warum ist die Trasse Emmastraße und A27 in Ihrer Kriterien-Tabelle ökologisch schlecht bewertet, die Kulenkampffallee hingegen nicht? Hier wird doch der Alleecharakter zerstört.

Antwort: Nach der Betrachtung aller Trassenvarianten auf technische Machbarkeit, stellt sich die Kulenkampffallee als mögliche Variante mit den geringsten ökologischen Auswirkungen da. Dies wurde durch einen unabhängigen Baumsachverständigen belegt.

Frage: Wie sieht es mit Ersatzpflanzungen aus?

Antwort: Hier wird wesernetz einen Vorschlag im Rahmen der UVPG Untersuchungen ausarbeiten. Dieser Vorschlag wird dann Bestandteil der im Planfeststellungsverfahren eingereichten Unterlagen sein.

Frage: Die Maßnahme bedeutet eine hohe Belastung für das Wohngebiet. Sie nennen immer nur die Anzahl der zu fällenden Bäume in der Kulenkampffallee. Wie hoch ist denn die Gesamtzahl der betroffenen Bäume?

Antwort: Zunächst haben wir mit einem Baumsachverständigen alle Bäume der gesamten Trasse begutachtet. Auch Suchschachtungen wurden und werden durchgeführt. Hier ist und soll der Wurzelverlauf an kritischen Punkten festgestellt werden. Die Untersuchungsergebnisse können einer Tabelle entnommen werden.

[Ergänzung des Sachverständigen:] Als Baumsachverständiger bin ich zur Neutralität verpflichtet! Im Vergleich aller Trassen und deren Auswirkungen auf Bäume kann ich die ausgewählte Trasse als beste bezeichnen. In der Parkallee befinden sich keine Wurzeln im Trassenbereich (durch Suchschachtungen bestätigt). Dies ist durch den stark verdichteten Untergrund in der Straße zu begründen. In den anderen Straßen der Trasse ist davon auszugehen, dass ähnlich Verhältnisse vorgefunden werden. Weitere Suchschachtungen werden zur Bestätigung durchgeführt. Auch aus meiner Sicht ist die Trasse an der A27 durch die massiven Baumfällungen und den nötigen Eingriff in den Rhododendronpark nicht vergleichbar. Natürlich ist aus der Sicht der Bäume die Trasse durch die Busestraße und den Baumschulenweg zu priorisieren. Doch diese ist technisch nicht umsetzbar (Steuerbauwerk hanseWasser). In der Kulenkampffallee käme es also zu Fällungen von Ahornen und Platanen. Für eine Neupflanzung auf der Leitungstrasse ist zu wenig Pflanzraum nach Einbringung der Leitung vorhanden. Ferner strahlt die Leitung bis zu einem Abstand von ca. 50cm Wärme ab. Dadurch kommt ein Baum nicht in die Winterruhe. Hierzu wurde auch die Uni Göttingen zu Rate gezogen. Die genaue Zahl der Bäume wird mit der UVP-Unterlage zur UVP-Vorprüfung eingereicht.

Frage: Durch die Wärmeabstrahlung der Leitung werden künftig bestimmt noch mehr Bäume sterben.

Antwort: Nein. In Bezug auf Wärmeabstrahlung der Fernwärme im Bereich von ca. 50cm um die Leitung wurden alle betroffenen Bäume erfasst. Auswirkungen auf die Vegetation der Bäume sind nur bei der direkten Pflanzung auf der Leitungstrasse zu erwarten.

Frage: Wurden denn auch Bäume auf Privatgrundstücken betrachtet?

Antwort: Hr. Block-Daniel gibt an für die öffentlichen Bäume beauftragt worden zu sein. Aber auch die privaten Bäume werden in der Ausführung durch eine fachliche Begleitung der Bauarbeiten Berücksichtigung finden. Ein Hinweis auf eventuelle vorhandene Bäume auf Privatgrundstücken ist ausgesprochen worden. Aus der Erfahrung heraus, können aber Schäden an Bäumen durch eine gute Planung ausgeschlossen werden. Ferner sind auch die privaten Bäume in diesem Ortsteil bekannt.

Frage: Am Ende des Kuhgrabenweg beim Übergang auf die Parkallee werden doch Bäume des Stadtwaldes betroffen.

Antwort: Hier ist entgegen des aushängenden Planes ein Unterpressen der Kleinen Wümme im Bereich der Achtersstraße und nicht im Bereich des Wetterungsweg geplant. Das Gebiet des Stadtwaldes bleibt unberührt.

Frage: Die Einsparung von Kohle sei generell gut. Aber gibt es denn langfristig genug Müll für das MHKW?

Antwort: Damals gab es den allgemeinen Grundsatz zum Einsparen von Müll. Heute haben wir durch die veränderte Verpackungsindustrie und weiteren Gründen eher mehr Müll. Dieser muss thermisch verwertet werden. Daher ist es sinnvoll, diese thermische Verwertung in einem effizienten und modernen Müllheizkraftwerk wie dem unseren vorzunehmen. Hier können wir den Müll aus den umliegenden Regionen verwerten. Die CO2-neutral produzierte Energie kann dann für die Fernwärme genutzt werden. Ferner kann die Fernwärme sich den künftigen Technologien anpassen. Es kann also durchaus ein anderes Erzeugungsmodel für die Wärme geben, ohne dass die Leitungen damit überflüssig werden.

Frage: Warum ist denn die Trasse noch nicht beschlossen?

Antwort: Da es noch Gespräche und Verhandlungen mit den Eigentümern der betroffenen Privatgrundstücke gibt und deren Einverständnis zur Grundstücksnutzung noch nicht vorliegt, kann die Trasse noch nicht fixiert werden.

Frage: Es entsteht doch durch den notwendigen Mülltransport durch LKW zu dem MHKW mehr CO2 als durch die Leitung eingespart wird. Warum verbrennen wir denn den Müll von anderen?

Antwort: Grundsätzlich ist es deutlich umweltschonender, den Müll in einer zentralen Großanlage zu verbrennen als in jedem Dorf eine eigene Müllverbrennung zu errichten. Diese großen, zentralen Anlagen sind so effektiv, da sie mit Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme produzieren können.

Frage: Kann durch eine bessere Isolierung der Leitung das Nachpflanzen von Bäumen auf der Leitung realisiert werden?

Antwort: Nein. Eine dickere Isolierung zieht einen breiteren Rohrgraben nach sich. Das wiederum betrifft dann wieder mehr Bäume.

Frage: Sind bei den von Ihnen genannten Bäumen nur geschützte Bäume benannt?

Antwort: Nein. Alle sind enthalten.

Frage: Im Schwachhauser Ring konnten in der Vergangenheit keine Parkbuchten eingerichtet werden. Ebenfalls ein neuer Radweg war nicht umzusetzen. Der Grund waren die Baumwurzeln. Wie machen Sie das? (Anmerkung: die Frage wurde auf Grund der Vielzahl von hintereinander gestellten Fragen in der Sitzung nicht beantwortet)

Antwort: Die Leitung wird im Schwachhauser Ring in der Straße verlegt. Im Straßenbereich sind kaum Baumwurzeln zu erwarten. Dies wird zusätzlich durch Suchschachtungen unter Aufsicht eines Baumsachverständigen verifiziert.

Frage: Warum gehen Sie nicht durch das Kleingartengebiet an der A27?

Antwort: Privatgrundstücke müssen immer über einzelne Dienstbarkeiten vertraglich geregelt werden. Dies ist ein erheblicher Zeitfaktor. Es reicht ein Einzelner, welcher diese verweigert, zur Nicht-Machbarkeit der Trasse. Die Nutzung der Grundstücke wird durch den Schutzbereich der Leitung erheblich eingeschränkt. Ebenfalls muss die Zugänglichkeit der Trasse, auch mit großen Baufahrzeugen über die Betriebsdauer jederzeit gewährleistet sein.

Frage: Die Bäume beherbergen ja auch Vögel und Insekten. Da ist es doch egal, ob ein Baum nach entsprechenden Vorgaben geschützt ist oder nicht?
Antwort: Dr. Viebrock-Heinken (SUBV): die Eingriffsregelung im Verfahren betrachtet auch nicht geschützte Bäume. Jeder Eingriff muss auch ausgeglichen werden.
Frage: Wurden denn auch Bäume auf Privatgrundstücken betrachtet?

Antwort: Hr. Block-Daniel gibt an, für die öffentlichen Bäume beauftragt worden zu sein. Aber auch die privaten Bäume werden in der Ausführung durch eine fachliche Begleitung der Bauarbeiten Berücksichtigung finden. Ein Hinweis auf eventuelle vorhandene Bäume auf Privatgrundstücken ist ausgesprochen worden. Aus der Erfahrung heraus, können aber solche Schäden durch eine gute Planung ausgeschlossen werden. Ferner sind die Bäume in diesem Ortsteil bekannt. Auch die privaten.

Frage: Warum können auf der Leitung keine Bäume wachsen, wenn sich das Wasser in der Leitung nur um 1° Celsius abkühlt?

Antwort: Um das Leitungssystem herum erwärmt sich mit der Zeit das Erdreich. Der Einfluss auf die Fernwärmewassertemperatur ist nur gering.

Frage: Ich hätte erwartet, dass Sie die Matrix „Zusammenfassung“ nach der Öffentlichkeitsbeteiligung Schwachhausen überarbeiten und die Trasse Kulenkampffallee in der Spalte ökologisch „rot“ darstellen.

Antwort: Nein. Im Vergleich zu den ökologischen Auswirkungen der anderen Trassen durch die Bewertung eines Sachverständigen und nach Einschätzung der Behörden sind die Folgen in der Kulenkampffallee am geringsten. Deshalb erachten wir die Darstellung als so richtig.

Frage: Für die Trasse B Schwachhauser Ring werden 67 betroffene Bäume angegeben. Gilt die Anzahl der betroffenen Bäume für den gesamten Trassenverlauf?

Antwort: Ja. Ferner wird in der UVP-Unterlage, welche u.a. auch an die Beiräte verteilt wird eine Tabelle mit den Baumzahlen je Trasse enthalten sein.

Frage: Die A27 wird von Ihnen ja auf Grund der hohen Baumfällungen abgelehnt. Versuchen Sie denn auch generell die Trasse in der Straße zu planen, um Baumfällungen zu verhindern?

Antwort: Ja, wir versuchen die Trassen immer zunächst immer außerhalb der Wurzelbereiche von Bäumen unterzubringen. Wir begleiten diese Planungen auch mit einem Baumsachverständigen. Ferner gleichen wir nicht zu vermeidende Eingriffe in die Natur aus.

Fragen zum Thema: Verkehr

Frage: Wie lange wird denn die Sperrung im Schwachhauser Ring voraussichtlich dauern?

Antwort: Derzeit planen wir die gemeinsame Verlegung mit der hanserWasser. Die Maßnahme wird im Schwachhauser Ring deshalb etwas länger dauern, da die FW-Leitung erst nach der Kanalverlegung verlegt werden kann. Eine genaue Zeitangabe ist derzeit aber noch nicht möglich.

Frage: Wie kann die Trasse in der Horner Heerstraße unter anderem durch den Bus und Bahnverkehr ausgeschlossen werden, die H.-H.-Meier-Allee der ausgewählten Trasse aber nicht? Hier fährt doch auch eine Bahn. (Anmerkung: die Frage wurde auf Grund der Vielzahl von hintereinander gestellten Fragen in der Sitzung nicht beantwortet)

Antwort: Die Verlegung der FW-Trasse im Abschnitt der Horner Heerstraße wird von der BSAG als nicht durchführbar angesehen. Durch den hohen Individualverkehr sind hier Alternativen für die BSAG während der Baumaßnahme als ausgeschlossen zu betrachten. Die BSAG betreibt hier mehrere Linien, welche nicht umgeleitet bzw. mit Ersatzverkehr bedient werden können.

Frage: Zur Trasse Autobahn A27 sagen Sie, dass die Autobahn erweitert/ausgebaut werden soll. Stimmt das?

Antwort: Das stimmt. Doch auch die große Anzahl von zu fällenden Bäumen stellt ein K.O.-Kriterium für diese Trasse da. Herr Dr. Viebrock-Heinken: Ein Beschluss zum Ausbau der A27 ist nicht bekannt. Bundesweit müssen grundsätzlich Vorratsgrundstücke entlang der Bundesautobahnen vorgehalten werden. Diese können weder von Gebäuden noch von Leitungstrassen belegt werden.

Frage: Wie kann der Schwachhauser Ring voll gesperrt werden; was passiert mit der Buslinie 22?

Antwort: Die Maßnahme ist mit der BSAG besprochen. Für den erforderlichen Ersatzverkehr wurden seitens der BSAG keine Bedenken geäußert. Damit kann er aus unserer Sicht sichergestellt werden.

Fragen zum Thema: Beirat/Anwohner

Frage: Der Beirat benötigt mehr Zeit um die Details der Maßnahme herauszuarbeiten und dann eine Entscheidung zu fällen. Ebenfalls benötigt der Beirat die bisherigen Unterlagen und Protokolle der stattgefundenen Gespräche mit Behörden.

Antwort: Vor der Antragsstellung zum Planfeststellungsverfahren wird noch eine UVP-Vorprüfungsunterlage eingereicht. Diese deutlich detailliertere Unterlage wird bei allen Trägern öffentlicher Belange (auch Beirat) verteilt. Diese können dann noch benötigte Unterlagen für das Verfahren angeben. Im Verlauf des Planfeststellungsverfahrens kommt es dann noch einmal zur Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Später im Verfahren wird es noch einmal einen Erörterungstermin geben.

Frage: Wird es für den Beiratsbezirk Schwachhausen eine neue Bürgerversammlung geben?

Antwort: Ja, wenn die alternativen Trassen betrachtet und bewertet sind.

Frage: Für den Beirat ist auch eine städtebauliche Stellungnahme wichtig. Gibt es diese bereits?

Antwort: Nein. Wir befinden uns an dieser Stelle in einer sehr frühen Information für die Anwohner und den Beirat. Zum jetzigen Planungszeitpunkt sind noch nicht alle Details ausgeplant. Die städtebauliche Stellungnahme wird es im beschriebenen Verfahren natürlich geben.

Frage: Sie stellen hier die C2-Trasse als ausgewählt vor. Ist also alles schon entschieden?

Antwort: Die wesernetz hat sich nach intensiven Voruntersuchungen zur ökologischen, verkehrstechnischen und technischen Machbarkeit dazu entschieden, diese Trasse für das Genehmigungsverfahren weiter zu verfolgen. Verfahrensrechtlich ist hier nichts entschieden.

Frage: Die Beteiligung des Beirates kommt viel zu spät. Der Beirat bekommt eine fertige Trasse vorgelegt und hat keine Auswahloption mehr. Wie wurden die untersuchten Trassen ausgewählt?

Antwort: Wir haben die Trassen nach den Anforderungen aus den Projektzielen und der Durchführbarkeit ausgewählt. Nicht im Detail betrachtete Trassen wurden auf Grund von diversen Rahmenbedingungen im Vorfeld ausgeschlossen. Für die im Detail betrachteten Trassen wurden diverse Untersuchungen und Vorbetrachtungen durchgeführt. Um eine Diskussion über Trassen zu vermeiden, die später ökologisch, verkehrstechnisch und technisch nicht umsetzbar sind, wurde diese Vorgehensweise gewählt, da eine Trassendiskussion im Plenum aus Sicht der wesernetz zeitlich nicht zu beherrschen ist.

[Ergänzung:] Die wesernetz kann sich für eine Trasse entscheiden und diese offiziell beantragen. Das heißt nicht, dass diese Trasse automatisch im Verfahren akzeptiert werden muss. Natürlich muss wesernetz nachweisen, dass es keine Trassen mit geringeren Auswirkungen gibt. Hier und heute kann es aus dem Beirat auch noch kein Votum geben. Lediglich Hinweise, welche wesernetz aufnehmen sollte.

Frage: Warum bauen Sie kein neues Kraftwerk einfach in der Vahr? Das würde den Bau einer solchen Leitung nicht notwendig machen?

Antwort: Nach dem Umbau verfügt das MHKW heute über modernste Technik und kann ganzjährig Wärme in den Bremer Osten liefern. Die Nutzung der Wärme aus der CO2-neutralen Müllverbrennung wird große Mengen CO2-Ausstoß einsparen. Allein diese Einsparung von CO2 ist es Wert, im Sinne des Bremer Klimas diese Trasse umzusetzen. Ein neues Kraftwerk in der Vahr würde immer eine zusätzliche CO2-Belastung bedeuten.

Frage: Was ist mit den Themen/Anregungen aus der Versammlung in Schwachhausen geschehen?

Antwort: Alle Themen werden im Projekt bearbeitet und geprüft. Aus diesem Grund, und weil es das Planfeststellungsverfahren fordert, werden die alternativen Trassen betrachtet. Erst Anfang 2019 startet das PFV. Bevor Einzelheiten zu Trassenvarianten besprochen werden können, müssen wir diese erst belastbar prüfen.

Frage: Was ist mit der zugesagten Bürgerversammlung für die Anwohner der Kulenkampffallee? Wird diese stattfinden? Wie erfahren wir von dem Termin?

Antwort: Ja, der zugesagte Termin soll stattfinden. Wir brauchen noch Zeit für die Planung. Die Art der Einladung werden wir prüfen. Die Verteilung von Postwurfsendungen wird von uns geprüft.

Frage: Wird die Bürgerversammlung Horn noch stattfinden?

Antwort: Ja, wir werden in allen betroffenen Beiratsbezirken eine Bürgerversammlung und eventuell auch noch eine zweite Bürgerversammlung durchführen. Da derzeit nochmal die Machbarkeit der Trasse Kulenkampffallee und auch weitere Trassenvarianten geprüft werden, kann noch kein genauer Termin hierfür benannt werden.

Fragen zum Thema: Trasse

Frage: Soll die Leitung denn nun im Kuhgrabenweg in der asphaltierten Fläche verlegt werden?

Antwort: Ja. Wir haben mit dem Deichverband einen Gewässerabstand von 5m abgestimmt und sehen dies an dieser Stelle als technisch umsetzbar. Noch notwendige Dehnungsbögen werden so geplant, dass die Eingriffe so gering wie möglich ausfallen.

Frage: Es gibt ja die alte Deponie am Bahndamm im Bereich Ihrer Bahnquerung. Sind Sie dort weit genug weg?

Antwort: Ja. Wir kennen diese Altlasten-Fläche und halten den notwendigen Abstand.

Frage: Warum wird die Trasse im Ahornweg als Favorit ausgewählt?

Antwort: Generell ist die Trasse ohne jeglichen Eingriff nicht möglich. Da wir nun auch Trassenvarianten auf privaten Grundstücken in die Prüfung einbeziehen, fällt die Auswahl auf die technisch gut umsetzbare Möglichkeit im Ahornweg.

Frage: Haben Sie bei Ihrer Bahnquerung südlich der Lise-Meitner-Straße auch die geplanten Haltepunkte der DB AG berücksichtigt?

Antwort: Ja. Die Bahnquerung ist nicht im Bereich der untersuchten Varianten für Haltepunkte.

Frage: Warum ist die Trasse in der Kulenkampffallee nicht mehr durchführbar?

Antwort: Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Bremen (VEP 2025) sieht 3 mögliche Varianten der Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 vor. Eine davon führt durch die Kulenkampffallee. Dies würde eine Verlegung verhindern.

Frage: Die Mitglieder der SPD wollen die Trasse nicht haben – auf keinen Fall. Es ist dann keine Allee mehr. Die während der mehrjährigen Bauzeit entstehende Belastung der Anwohner ist nicht tragbar. Die entstehende Verkehrssituation und – Belastung ist nicht hinnehmbar. Mit einer Bauzeit von 1 Jahr ist das nicht getan – ich wohne im Baumschulenweg und habe dort die Verlegung des Kanals mitbekommen. Es wird Probleme für die Busse geben. Die Trasse ist ober- und unterirdisch entlang der Autobahn A27 zu verlegen. Dann entsteht keine Anwohnerbelastung. Die bestehende vom MHKW kommende Trasse zeigt, dass dieses möglich ist. Diese ist mit Bäumen kompatibel.

Antwort: Die Baumaßnahme in der Kulenkampffallee wird ca. 3-4 Monate dauern. Diese wird in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. Wir wollen uns mit den Anwohnern abstimmen, um die Belastung zu reduzieren.

Frage: Wenn die Leitung im Kuhgrabenweg verlegt ist, haben wir dann ein Problem mit überfrierender Nässe in dem Bereich?

Antwort: Nein. Die Leitung hat keine Auswirkungen auf das Frostverhalten an der Oberfläche des Weges.

Frage: Werden Sie die Bewertungskriterien der Matrix „Zusammenfassung“ jetzt veröffentlichen?

Antwort: Dr. Viebrock-Heinken: Die Bewertungskriterien und die Detaildarstellung der Bewertung muss im Genehmigungsverfahren offen gelegt werden. Dem Beirat Schwachhausen wurde zugesagt, dass der UVPVorprüfungsbericht kurzfristig zur Verfügung gestellt wird.

Frage: In der Matrix „Zusammenfassung“ sind die Trassen B1 und C nicht aufgeführt. Welche Trassen sind das? Wie sind die Trassenbezeichnungen entstanden?

Antwort: Die Trassen C und B1 gab es nie. Die Trassenbezeichnungen haben keinen speziellen Hintergrund und dienen der Unterscheidung.

Frage: Warum wurde die Trasse der A27 nur südlich betrachtet? Warum nicht nördlich?

Antwort: Grundsätzlich ist ein Ausbau der A27 für 3 Spuren je Fahrtrichtung geplant und beschlossen. Der Zeitpunkt ist allerdings noch offen. Durch die Berücksichtigung dieser Planung könnte die Leitung nicht zu nah an die Autobahn verlegt werden. Wir befinden uns mit dem notwendigen Abstand im Bereich der Bäume und der Privatgrundstücke. Privatgrundstücke müssen immer über einzelne Dienstbarkeiten vertraglich geregelt werden. Dies ist ein erheblicher Zeitfaktor. Es reicht ein Einzelner der die Verlegung auf seinem Grundstück verweigert. Dieser Sachverhalt trifft sowohl auf die südliche als auch auf die nördliche Seite der Autobahn zu. Dies wurde auch untersucht.

Frage: Kann man die Trasse an der A27 nicht auf Stelzen stellen?

Antwort: Die Auswirkungen bei der oberirdischen Verlegung wären nahezu gleich. Auch hier müsste der Freiraum im Baumbestand geschaffen werden. Ferner müssen auch hier z.B. Lager in den Untergrund eingebracht werden. Auch die Baumaschinen müssen für den Bau und spätere Reparaturen Zugang finden können.

Frage: Warum wird die Fernwärmeleitung an der Autobahn nicht oberirdisch verlegt?

Antwort: Die Auswirkungen bei der oberirdischen Verlegung wären nahezu gleich. Auch hier müsste der Freiraum im Baumbestand geschaffen werden. Ferner müssen auch hier z.B. Lager in den Untergrund eingebracht werden. Baumaschinen müssen für den Bau und spätere Reparaturen Zugang finden können. Hr. Block-Daniel: Eine Verlegung der Trasse an der Autobahn würde auch eine Betroffenheit des Rhododendron-Parks mit sich ziehen. Hier gibt es sehr alte Bäume, welche einen hohen Schutzstatus haben. Diese Wertigkeit ist höher als die der Bäume in der Kulenkampffallee. Dr. Viebrock-Heinken (SUBV): Es wird im Verfahren Umweltuntersuchungen geben, welche viel detaillierter sind.

Frage: Wie ist der Längenunterschied aller betrachteten Trassen?

Antwort: Die begutachteten Trassen haben eine Länge zwischen 5,5 und 7 km.

Frage: Warum kann an der Autobahn nicht einfach eine oberirdische Leitung gebaut werden? Geht am Hochschulring ja auch.

Antwort: Durch den geplanten Ausbau der A27 auf drei Spuren pro Richtung würde die Trasse zum Teil über private Grundstücke führen. Dabei ist es nicht relevant, ob die Verlegung ober- oder unterirdisch erfolgt. Ferner benötigt die Autobahn eine Freizone. Auch für eine oberirdische Leitung müsste ein freier Raum hergestellt werden. Auch Fundamente und Lager müssten im Untergrund erstellt werden. Eine oberirdische Trasse müsste auch für Wartungs- und Reparaturarbeiten in entsprechender Breite freigehalten werden. Dies würde für diese Trasse einen riesigen ökologischen Eingriff bedeuten.

Frage: Wo liegt die ausgewählte Trasse C2 denn genau? (Anmerkung: die Frage wurde auf Grund der Vielzahl von hintereinander gestellten Fragen in der Sitzung nicht beantwortet)

Antwort: Die Trasse wird mit detaillierteren Plänen auf den Anwohnerversammlungen in Schwachhausen am 01.11.2018 und in der Vahr am 07.11.2018 gezeigt. Die Anwohnerversammlung in Horn-Lehe ist noch nicht terminiert.

Frage: Dass die FW-Leitung und der neue Kanal im Schwachhauser Ring nicht nebeneinander verlegt werden können, wurde doch gar nicht untersucht.

Antwort: Doch. Hier wurde mit hanseWasser intensiv geprüft was möglich ist. Hier ist aber auch der geschützte „Schröder Ring“ zu benennen. An dieser Stelle legte der UBB sein Veto ein. Diese Trassenführung würde in diesem Bereich zu Schäden an den Baumwurzeln führen.

Frage: Warum ist es an der Trasse Kulenkampffallee nicht möglich die Leitung im Schwachhauser Ring zwischen Parkallee und H.-H.-Meier-Allee zu verlegen, da der neuen Kanal im Wege ist? Im Abschnitt ab H.-H.-Meier-Allee geht das ja auch.

Antwort: hanseWasser wird in dem ersten Abschnitt einen Kanal mit einem Durchmesser von 2400mm verlegen. In diesem Trassenabschnitt ist dann für eine gemeinsame Verlegung zu wenig Platz. Im darauffolgenden Abschnitt, ab der H.-H.-Meier Allee wird dann nur noch einen Kanal mit einem von Durchmesser 1400mm verlegt. Dort ist dann Platz für eine gemeinsame Verlegung.

Frage: Es gibt auch eine alternative Trasse über die komplette H.-H.-Meier-Allee. Warum wurde diese nicht geprüft? Das ist nicht nachvollziehbar.

Antwort: Auch dieser Verlauf wurde in Teilen betrachtet. Details können auf der Anwohnerversammlung für die Vahr genannt werden. Dieser Trassenverlauf wurde für den Fahrradweg entlang der Straßenbahnlinie betrachtet. Im Bereich des Fahrradweges und der Bahngleiskreuzung wurde im Zusammenhang mit einer beauftragten Machbarkeitsstudie die technische Umsetzung als nicht durchführbar bewertet. Da in diesem Bereich auch keine öffentlichen Straße bzw. Weg vorhanden ist, wurde dieser Bereich nicht weiter betrachtet.

Frage: Warum ist denn die Trasse noch nicht beschlossen?

Antwort: Da es noch Gespräche und Verhandlungen mit den Eigentümern der betroffenen Privatgrundstücke gibt und deren Einverständnis zur Grundstücksnutzung noch nicht vorliegt, kann die Trasse noch nicht fixiert werden.

Frage: Wo genau liegt die Trasse in der H.-H.-Meier-Allee?

Antwort: Die Trasse muss dort aufgrund vorhandener Kanäle derzeit die Seite wechseln. Von der Wendeschleife aus befinden wir uns auf der nördlichen Straßenseite, wechseln dann auf die südliche, um in der Höhe der Kulenkampffallee wieder auf die nördliche Seite zu wechseln.

Frage: Wo liegt die Trasse im Schwachhauser Ring genau?

Antwort: Die Trasse befindet sich in der Straße. Dort wird die Leitung gemeinsam mit einem Kanal der hanseWasser verlegt. Suchschachtungen haben ergeben, dass sich keine Baumwurzeln in der Straße befinden.

Frage: Führt die Trasse nach dem Ahornweg in den Kleingartenverein Kornblume?

Antwort: Nein. Südlich des Bahndammes befinden wir uns auf dem Pachtgrundstück des Kinder, Wald und Wiese e.V.

Frage: Welche Auswirkungen hat die Wärmeabstrahlung auf die Häuser an der Trasse? (Anmerkung: die Frage wurde auf Grund der Vielzahl von hintereinander gestellten Fragen in der Sitzung nicht beantwortet)

Antwort: Keine! Alle Liegenschaften ob privat oder öffentlich, liegen weit außerhalb der Einflusszone der Fernwärmeverbindungsleitung.

Frage: Wann wird über den Trassenverlauf entschieden; wann wird die Trassen festgelegt?

Antwort: Der Zeitpunkt für die Antragstellung steht seitens wesernetz noch nicht fest. Wir untersuchen noch weitere Varianten.

Herr Dr. Viebrock-Heinken: wesernetz wird einen Antrag stellen und dann läuft das Genehmigungsverfahren im Rahmen der gesetzlichen Regularien. Im Planfeststellungsverfahren können dann Einwendungen erfolgen.

Frage: Warum wurden nur Trassen entlang von Hauptstraßen betrachtet?

Antwort: Generell besitzt wesernetz mit der Stadt Bremen einen Wegenutzungsvertrag. Dieser beinhaltet das Recht der Verlegung von Leitungen im öffentlichen Raum. Dies berücksichtigen wir natürlich bei der Trassenplanung. Ferner sind große Straßen wie z.B. die Parkallee in diesem Fall frei von Kanalleitungen. Das gibt uns den nötigen Platz für unsere Leitung. Auch der Schwachhauser Ring ist heute frei von Kanalleitungen. Hier wird allerdings künftig ein neuer Kanal notwendig.

Frage: Können die Leitungen nicht übereinander gebaut werden? Das spart doch Platz in der Breite.

Antwort:

  1. Zunächst würde eine für andere Leitungsträger bei der Kreuzung schwer zu passierende „Wand“ entstehen. Das beeinträchtigt den Leitungsbau nachhaltig für alle.
  2. Die Wartung und Reparatur zum Beispiel würden erheblich erschwert, denn die untere Leitung ist sehr schwer zu erreichen. Eventuelle Versorgungsausfälle würden verlängert.
  3. Die Aufwendungen (für z. B. den Verbau) während des Baus und danach bei Reparaturen würden sich durch die dann notwendige Tiefe erheblich vergrößern.
Frage: Wurde eine Trassenführung entlang des Bahndammes als Alternative zur Kulenkampffallee geprüft? Es müssen doch Alternativen bereitgestellt werden!

Antwort: Bei einer Parallelverlegung zum Gleisbett der Bundesbahn sind Abstände als Sicherheitsauflage der Bundesbahn einzuhalten. Diese Vorgaben bestehen, damit die Bahngleise in einem Störfall nicht unterspült werden können. Als Folge würde eine breite Trasse mitten durch die Kleingartenanlage Kornblume verlaufen. Diese ist jederzeit für Begehungen und Wartungs- bzw. Reparaturarbeiten frei zu halten.

Frage: Kann die Trasse an der A27 auch oberirdisch verlegt werden. Die Verlegung durch den Rhododendronpark ist bei der Trasse gar nicht notwendig.

Antwort: Für die Auswahlkriterien möchten wir aus die vorigen Folien verweisen. Auf die Frage der Verlegung durch den Rhododendronpark wurde aus zeitlichen Gründen nicht eingegangen. Eine Verlegung der Verbindungsleitung an der A27 unter Ausklammerung des Rhododendronparks ist ökologisch, technisch nicht umsetzbar.

Frage: Dies ist ein Rieseneingriff in den Stadtteil. Zur Bewertung benötigt der Beirat mehr Informationen. Was genau bewerten Sie als wirtschaftlich bei Ihrer Trassenbewertung?

Antwort: Die Wirtschaftlichkeit ist kein genehmigungsrelevanter Inhalt. Eine solche Maßnahme muss aus Sicht der wesernetz natürlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten umgesetzt werden. Des Weiteren sieht sich die swb Ihren Kunden gegenüber in der Verpflichtung, die Wärme zu angemessenen Preisen anzubieten.

Frage: Wo genau wird die Trasse im Schwachhauser Ring verlaufen?

Antwort: In der Straße, rechtsseitig mit der Parkallee im Rücken.

Frage: Warum gehen Sie nicht durch das Kleingartengebiet an der A27?

Antwort: Privatgrundstücke müssen immer über einzelne Dienstbarkeiten vertraglich geregelt werden. Dies ist ein erheblicher Zeitfaktor. Es reicht ein einzelner, welcher diese verweigert zur Nicht-Machbarkeit der Trasse. Die Nutzung der Grundstücke wird durch den Schutzbereich der Leitung mindestens erheblich eingeschränkt. Ebenfalls muss die Zugänglichkeit der Trasse, auch mit großen Baufahrzeugen über die Betriebsdauer jederzeit gewährleistet sein.

Frage: Warum muss der im Grabenprofil gezeigte Abstand zwischen den Rohrleitungen so groß sein; sind ja etwa 1 Meter?

Antwort: Zum einen ergibt sich ein Mindestabstand aus dem Regelwerk und den Vorschriften zum Arbeitsschutz. Des Weiteren ist ein gewisser Abstand für eventuell erforderliche Instandsetzungsarbeiten (Reparaturen) erforderlich.

Frage: Wird der Rohrgraben seitlich mit Spundwänden gesichert?

Antwort: Bei der Standardverlegetiefe wird es einen seitlichen Verbau geben. Bei Verlegungen in größeren Tiefen werden Spundbohlen eingebracht. Wo steht zurzeit noch nicht im Detail fest, möglich wird dies z.B. in den Kreuzungsbereichen.

Frage: Wieviel Energie geht auf der gesamten Länge der Leitung verloren? Ist das überhaupt ein effizientes System?

Antwort: Die Wärme wird in einem sehr effizienten Kraftwerk mit Kraft- Wärmekopplung erzeugt. Auf der Strecke verliert das im Umlauf befindliche Wasser im Winter 1° Kelvin. Das Fernwärmewasser verlässt das Kraftwerk Hastedt im Winter mit 131°C und kommt im Versorgungsgebiet Bremen- Osterholz mit 130°C beim Kunden an. Verlegte Leitungssysteme sind und werden sehr effizient gedämmt.

Frage: Sie prüfen nun auch Trassen im Kleingartengebiet und im Technologiepark Süd. Dort verläuft ja auch die Bahntrasse. Können Sie diese jederzeit kreuzen oder sind Sie auf die bereits bestehenden Übergänge angewiesen?

Antwort: Generell kann man die Bahntrasse auch außerhalb der bestehenden Übergänge kreuzen. Dazu verwendet man Schutzrohre. Allerdings sind die genauen Kreuzungspunkte natürlich im Detail mit der Bahn abzustimmen.

Fragen zum Thema: Anschlussmöglichkeit

Frage: An der Trasse A27 sei kein Anschlusspotential vorhanden. Wie sieht es denn mit dem Büropark Oberneuland und Horn-Lehe aus? Wer kann sich anschließen lassen?

Antwort:

  1. Eine Fernwärmeversorgung für den Büropark Oberneuland wurde seitens swb angeboten. Hier kam es aus Sicht swb leider zu keiner Beauftragung.
  2. In Horn-Lehe ist das Gewerbegebiet an der Autobahn (A27) und die Gebiete Bergiusstraße, Kopernikusstraße und Hollergrund an die vorhandenen Fernwärmeversorgungsnetze angeschlossen. Weitere Kunden könnten hier auch kurzfristig versorgt werden.
Frage: Können Kunden an die geplante Fernwärmeverbindungsleitung in Schwachhausen angeschlossen werden?

Antwort: Nach Inbetriebnahme der Fernwärmeverbindungsleitung können neue Kunden mit Fernwärme in Schwachhausen versorgt werden. Zum entsprechendem Zeitpunkt ist es geplant, über die swb Vertrieb GmbH eine Vertriebsaktion zu starten.

Frage: Wie verhält es sich bei der Trasse A27 mit dem Anschlusspotential an der Rennbahn? (Anmerkung: Diese Frage wurde auf Grund der Vielzahl und von hintereinander gestellten Fragen und aus zeitlichen Gründen in der Sitzung nicht beantwortet)

Antwort: Die Bebauung auf dem Rennbahngelände würde aus dem bereits bestehenden Fernwärmenetz rohrtechnisch angeschlossen werden. Daher hat die Trassenwahl keinen Einfluss auf die Anschlussmöglichkeit des Rennbahngeländes.

Frage: Können sich denn die Anwohner in Schwachhausen an die Leitung anschließen lassen?

Antwort: Nach Inbetriebnahme der Fernwärmeverbindungsleitung können neue Kunden mit Fernwärme in Schwachhausen versorgt werden. Zum entsprechendem Zeitpunkt ist es geplant, über die swb Vertrieb GmbH eine Vertriebsaktion zu starten.

Frage: Sie sprechen von neuen Kundenpotentialen. Die swb könnte eine Abnahmeverpflichtung der Fernwärme in den Versorgungsgebieten einführen. Dieses gibt es auch in anderen Städten. Ist das angedacht?

Antwort: Herr Dr. Viebrock-Heinken: Ein Anschluss- und Benutzungszwang gibt es in Bremen nicht. Das wäre eine Entscheidung der Bürgerschaft. Die Gemeinde müsste dann sicherstellen, dass die Wärme ununterbrochen zur Verfügung steht.

Fragen zum Thema: Genehmigungsverfahren

Frage: Ihre im Zeitplan genannten Termine sind sehr zeitnah. Haben Sie noch den bereits erwähnten Fördermittel-Druck?

Antwort: Ja. Ferner wollen wir möglichst schnell den Kohleausstieg. Zusätzlich wissen wir, dass das Planfeststellungsverfahren Zeit in Anspruch nimmt. Und das EU-weite Ausschreibungsverfahren für die Tiefbauleistung hat auch seine Fristen und Zeitspannen.

Frage: Wie geht es denn jetzt weiter?

Antwort: Zunächst haben wir mit der Ortsamtsleitung Schwachhausen Fr. Mathes abgestimmt, einen weiteren Termin für die Anwohner der Kulenkampffallee zu machen. Es wird eine detailliertere Unterlage zum Projekt zur UVP-Vorprüfung über den SUBV an die Beiräte verteilt.

Dr. Viebrock-Heinken (SUBV) zum Planfeststellungsverfahren: es werden die Antragsunterlagen von swb eingereicht, dann geprüft – versendet an TöB´s und öffentliche Auslegung inkl. Ankündigung – Einwändungen werden dann von swb in einem Termin erörtert – Genehmigungsentscheid durch SUBV. Ein Widerspruch ist nicht möglich. Eine Klage jedoch schon.

Frage: Die Unterlagen der Behörden zum Verfahren werden vom Beirat benötigt. Der Beirat benötigt ebenfalls mehr Zeit zur Bearbeitung. Die Belange der Anwohner sind ebenso wichtig wie der Eremitkäfer. Bitte berücksichtigen. In der Kurfürstenallee gibt es durch starken LKW-Verkehr Erschütterungen. Kann die Leitung das ab? (Anmerkung: die Frage wurde auf Grund der Vielzah von hintereinander gestellten Fragen in der Sitzung nicht beantwortet)

Antwort: Mit Beginn des Verfahrens werden alle Gremien und die Öffentlichkeit durch die Genehmigungsbehörde eingebunden und beteiligt. Die Ausführung der Leitungsverlegung erfolgt so, dass der LKW-Verkehr keine Schäden verursachen kann. (Beispiel: die in gleicher Dimension 1993 verlegte Fernwärmeleitung in den Straße „Beim Industriehafen“ und „Stapelfeldstraße“.)

Frage: Hat eine Klage zum Planfeststellungsbeschluss eine aufschiebende Wirkung?

Antwort: Dr. Viebrock-Heinken (SUBV): Das kommt auf den Klagegrund an.

Frage: Aus der Presse ist zu entnehmen, dass von Ihnen der Bau einer Wärmetrasse in den Stadtteilen Horn-Lehe, Schwachhausen und der Vahr geplant ist, wie sollen die Belange der Anlieger berücksichtigt werden.

Antwort: Hinweise der betroffenen Anlieger nehmen wir gerne auf. Die Abstimmung mit den jeweiligen Anliegern wird im Zusammenhang mit der Ausführungsplanung voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 erfolgen. Aktuell stellen wir die angedachten und voruntersuchten Trassenvarianten den Behörden und den Anliegern vor. Dies soll auch dazu dienen, Bedarfe der Anlieger zu erkennen, aufzunehmen und zu berücksichtigen.

Fragen zum Thema: Allgemeines

Frage: Drohen Enteignungen, wenn die privaten Eigentümer den Dienstbarkeiten nicht zustimmen?

Antwort: wesernetz hat natürlich kein Interesse an einem solchen Verfahren, welches in diesem Falle außerhalb des Planfeststellungsverfahrens stattfinden würde.

Frage: Gibt es einen Anschlusszwang für Fernwärme?

Antwort: Nein. Ist auch nicht geplant. Die Stadt müsste bei der Auferlegung eines Anschlusszwanges auch die Versorgung sicherstellen, falls swb dies nicht mehr tut.

Frage: Sie benennen oft den Kanal als Grund für eine Nicht-Machbarkeit von untersuchten Trassen. Ist denn nach der Verlegung Ihrer Leitung noch eine Sanierung der oft mürben Kanäle möglich?

Antwort: Ja. Aber natürlich werden und wurden solche Details mit der hanseWasser erörtert und das Vorgehen festgelegt.

Frage: An der Trasse in der Kulenkampffallee liegen doch schon Fernwärmeleitungen. Warum wird die neue Leitung denn da gebaut? (Anmerkung: die Frage wurde auf Grund der Vielzahl von hintereinander gestellten Fragen in der Sitzung nicht beantwortet)

Antwort: Die Fernwärmeleitungen in der Kulenkampffallee und der Crüsemannallee dienen der örtlichen Versorgung aus einem BHKW. Diese Fernwärmeleitungen haben nicht die Anforderungen der neuen Fernwärmeverbindungsleitung. Perspektivisch würde die heutige Versorgung der Kunden in der Kulenkampffallee und der Crüsemannallee über die Fernwärmeverbindungsleitung erfolgen. Dies würde mit einer weiteren CO2-Einsparung einhergehen.

Frage: Der Fernwärmeausbau wird auch mit der Strategie begründet. Es hört sich nicht nach Strategie an, wenn das MHKW Leistung übrig hat, um diese in den Bremer Osten zu bringen. Gab es also früher noch keine Strategie als das MHKW zu groß dimensioniert wurde?

Antwort: Zunächst ist diese Maßnahme ein grundlegender und wichtiger Schritt in Richtung Kohleausstieg. Die Auslegung einer Müllverbrennungsanlage orientiert sich vorrangig an dem Müllaufkommen. Die durch die Müllverbrennung entstehende Energie wird künftig vermehrt für die Erzeugung von Wärme genutzt. Dadurch wird weniger Energie aus der Müllverbrennung in Strom umgewandelt. Der Strombedarf wird heute vermehrt mittels Windanlagen abgedeckt.

Frage: Keine Trasse betrifft so viele Anwohner wie die C2 Trasse an der Kulenkampffallee. Sie begründen u.a. mit Anschlusspotential, haben aber noch gar keine konkreten Kunden. Klärt man das nicht bevor man so eine Leitung baut?

Antwort: Die Fernwärmeverbindungsleitung ist eine Verbindungsleitung für zwei Versorgungsgebiete. Mögliche Potentiale an der Trasse sollen natürlich erschlossen werden. Wir glauben an den Ausbau der Kundenbeziehungen in diesem Bereich. Der Kunde erhält durch CO2-neutrale Fernwärme mit einem Primärernergiefaktor von 0. Derzeit bestätigen die zwei neuen Quartiere Ehlersdamm und Mühlenviertel unsere Ambitionen.

Frage: Sie benennen immer wieder Ihren Zeitdruck bis Ende 2022. Warum muss die Leitung bis dahin fertiggestellt sein?

Antwort: swb ist auch ein Wirtschaftsunternehmen. Ohne die Fördermittel wäre das Projekt wirtschaftlich nicht darstellbar. Die Förderung ist aus heutiger Sicht bis Ende 2022 begrenzt. Ob es hier eine Verlängerung geben wird können wir derzeit nicht sagen; damit kann also auch nicht plant werden.

Frage: Ist denn der Bau der Verbindungsleitung alternativlos? Wollen das wirklich alle?

Antwort: Es gibt Alternativen. Diese wurden auch betrachtet und ausgewertet. Unter allen zu berücksichtigenden Kriterien und Einflüssen ist diese Leitung für uns die beste Lösung. Und der Müll muss thermisch verwertet werden.

Frage: Wir befürchten das Kosten für die Anwohner entstehen. Zum Beispiel Kosten für den Straßenbau / Anliegerbeiträge.

Antwort: Nein, die Anwohner müssen keine Kosten übernehmen. Der Fahrbahnaufbau könnte z.B. in der Kulenkampffallee bis zum Mittelstreifen neu errichtet werden.

Frage: Gibt es die heutige Präsentation und den Fragenkatalog zum Download?

Antwort: Ja. Die Dokumente können im Internet bereitgestellt werden, verändern sich allerdings mit Planungsfortschritt natürlich entsprechend. Fr. Mathes informiert, dass die Präsentation von der Beiratssitzung auch auf der Seite des Ortsamtes zum Download bereitsteht.

Frage: Warum sind die Kosten für die Fernwärme bei der swb im vergangenen Jahr um 27 % gestiegen, wenn die Kosten für Fernwärme im Bundesschnitt um 16% gesunken sind?

Antwort: Herr Dr. Viebrock-Heinken: Die Kartellbehörde hat die Fernwärmepreise der swb geprüft. Die Zuständigkeit für die Prüfung liegt beim SUBV, Herrn Dr. Viebrock-Heinken. Die Preise lagen bei der swb sehr tief und wurden 2017 daher erhöht. Eine entsprechende Deputationsvorlage ist im Internet zu finden.

Frage: Was sind denn nun Ihre neuen Erkenntnisse in Bezug auf alternative Trassen von denen Sie hier sprechen? Wo können wir diese in der Matrix „Zusammenfassung“ sehen?

Antwort: Die aktuellen Alternativen werden geprüft und sind in der Matrix noch nicht enthalten. Zum heutigen Zeitpunkt macht es keinen Sinn über mögliche Trassenvarianten zu spekulieren.

Frage: Sie sagen, dass das Kohlekraftwerk Hastedt durch ein gasbefeuertes Kraftwerk bis 2025 ersetzt werden soll. Dann brauchen Sie die Leitung doch ab 2025 nicht mehr.

Antwort: Nein, die neue Fernwärmeleitung liefert für das Fernwärmegebiet Bremen-Ost nur die Grundlast/Teillast. Die Auslegung der Erzeugungsanlagen und die damit verbundene Wärmeverteilung muss so dimensioniert sein, das bei dem Ausfall egal welcher Erzeugungseinheit immer alle Kunden mit Wärme versorgt werden können. Deshalb wird die Verbindungsleitung auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil für die sichere Versorgung der Kunden sein.