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swb Wärme Preisänderungsklausel
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Preisänderungsklauseln
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swb Wärme basis

Neue Preisänderungsklauseln in der Wärmeversorgung swb Wärme basis

Sinn und Zweck von Preisänderungsklauseln in der Wärmeversorgung

Preisänderungsklauseln ermöglichen Anpassungen des Fernwärmepreises – nach oben oder unten. Das ist sinnvoll, denn Wärmelieferverträge sind in der Regel über viele Jahre gültig. Im Laufe dieser Zeit können sich viele Kostenfaktoren ändern, wie z. B. Rohstoffpreise oder politische Vorgaben. Gleiches gilt für die Preise im Wärmemarkt. Das heißt: Wenn Erdgas, Heizöl, Holzpellets, Wärmepumpen etc. günstiger werden, profitieren auch Fernwärmekunden davon. Steigen die Preise für andere Energien, wird auch Fernwärme teurer.

Verlässlichkeit für beide Partner

Der Aufbau einer Infrastruktur für Fernwärme erfordert hohe Investitionen in Wärmeerzeugungsanlagen und Wärmeverteilungsanlagen (Netze). Daher hat der Gesetzgeber mit der „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV)“ eine Regelung geschaffen, die auf eine langfristige Vertragsbindung gerichtet ist. Mit den sogenannten Preisänderungsklauseln soll für beide Partner eines langfristigen Fernwärmeversorgungsvertrags eine verlässliche Basis für die Preiskalkulation geschaffen werden – nachvollziehbar und transparent. Die Wärmeversorger haben das Recht und die Pflicht, ihre Preisänderungsklauseln zu aktualisieren, wenn sich die zugrunde liegende Kostensituation im Laufe der Zeit geändert hat.

Wärmepreisermittlung ab Oktober 2017

Wir haben unsere Preisänderungsklauseln der aktuellen Kostensituation bei swb angepasst. Dabei richten wir uns nach den gesetzlichen Anforderungen der AVB FernwärmeV § 24 Abs. 4. Mit den neuen Preisänderungsklauseln werden die aktuellen Kosten abgebildet, die bei Erzeugung und Verteilung der Fernwärme in Bremen und Bremerhaven entstehen. Vornehmlich sind das Materialkosten, Brennstoffkosten für Steinkohle, Erdgas und Heizöl sowie Lohnkosten. Die Preisänderungsklauseln berücksichtigen daneben die aktuellen Verhältnisse auf dem Wärmemarkt. Auf dieser Grundlage setzen sich die Preisänderungsbestimmungen zu 60 Prozent aus den Veränderungen der jeweiligen Kostenbestandteile und zu 40 Prozent aus der Wärmemarktentwicklung nach Maßgabe des Zentralheizungsindex des Statistischen Bundesamts zusammen.

Die neuen Preisänderungsklauseln

In Bremen und Bremerhaven wirken sich hauptsächlich Material-, Brennstoff- und Lohnkosten auf den Fernwärmepreis aus. Diese Faktoren werden über Messziffern (Indizes) des Statistischen Bundesamtes abgebildet. Die Preisänderungsklausel von swb berücksichtigt folgende Einflüsse:
  • Material- und Investitionskosten über den Investitionsindex
  • Brennstoffkosten über die Steinkohle- (nur Bremen), Heizöl- (nur Bremerhaven) oder Erdgasindizes
  • Der Wärmemarkt über den Zentralheizungsindex

Preisänderungsklausel für den Grundpreis (GP) in EUR/Monat:

Preisänderungsklausel für den Leistungspreis (LP) in EUR/kW/Jahr:

Preisänderungsklausel für den Verbrauchspreis (VP) Bremen in Cent/kWh:

Preisänderungsklausel für den Verbrauchspreis (VP) Bremerhaven in Cent/kWh:

Der Grundpreis (GP), der Leistungspreis (LP) und der Verbrauchspreis (VP) werden wie bisher zu Quartalsbeginn angepasst.

L (Lohn-Index)
Fachserie 16, Reihe 4.3: Verdienste und Arbeitskosten; Index der Tarifverdienste und Arbeitszeiten
  • Teil 2: Index der tariflichen Monatsverdienste im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich
  • Tabelle 2.1: Deutschland, Buchstabe D-E „Index der tariflichen Monatslöhne in der Energie- u. Wasserversorg.; Entsorgungswirtschaft“.
I (Investitionsgüterindex)
Fachserie 17, Reihe 2: Preise und Preisindizes für gewerbliche Produkte (Erzeugerpreise)
  • Teil 1: Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz), „Erzeugnisse der Investitionsgüterproduzenten“; arithmetisches Mittel der drei Quartalsmonate
G (Index „Erdgas, bei Abgabe an Kraftwerke“)
Fachserie 17 Reihe 2: Preise und Preisindizes für gewerbliche Produkte (Erzeugerpreise); Teil 1 Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz); Lfd.-Nr. 634 "Erdgas bei Abgabe an HKraftwerke", arithmetisches Mittel der drei Quartalsmonate
K (Steinkohle-Index)
Fachserie 17, Reihe 8.1 – Preisindizes für die Einfuhr, Teil 1, Index der Einfuhrpreise, Tabelle 1.2. Aktuelle Ergebnisse, lfd. Nr. 95 „Steinkohle“, arithmetisches Mittel der drei Quartalsmonate
Öl (Heizöl-Index)
Fachserie 17, Reihe 2: Preise und Preisindizes für gewerbliche Produkte (Erzeugerpreise)
  • Teil 1: Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz)
  • Tabelle 1.2: Aktuelle Ergebnisse, lfd.-Nr. 177 „Leichtes Heizöl“, arithmetisches Mittel der drei Quartalsmonate
Markt (Wärmemarkt-Index)
Fachserie 17 Reihe 7: Preise; Verbraucherpreisindizes für Deutschland; SEA-UPI-Nr. 0455, „Zentralheizung, Fernwärme u. a.“; arithmetisches Mittel der drei Quartalsmonate
Q (Aktuelles Quartal)
Q–1 (Vorquartal)
Q–2 (2. Quartal vor dem aktuellen Quartal)
Q–3 (3. Quartal vor dem aktuellen Quartal)


Alle in den Formeln verwendeten Parameter sind Indizes des Statistischen Bundesamtes und in den einschlägigen behördlichen Veröffentlichungen zu finden unter: www.destatis.de/DE/Publikationen