Fernwärmeprojekt in Bremerhaven-Lehe abgeschlossen: Wärme aus dem Müllheizkraftwerk kommt pünktlich zur Heizperiode
Der Energiedienstleister swb hat das Fernwärmeprojekt in Bremerhaven-Lehe im Zeitplan abgeschlossen. Ende September wurden die Bauarbeiten wie geplant beendet. Damit werden pünktlich zum Beginn der Heizperiode rund 1.000 Wohneinheiten mit Wärme aus dem Müllheizkraftwerk Bremerhaven versorgt. swb ersetzt so die bisherige Wärmeversorgung aus dem gasbetriebenen Heizwerk Lipperkamp durch die Nutzung vorhandener Abwärme aus der thermischen Abfallverwertung der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft (BEG). Das spart rund 1.600 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.
Wichtiger Beitrag zur Wärmewende in Bremerhaven
Für das Projekt wurde eine rund 1.800 Meter lange Fernwärmeleitung vom Heizwerk Lipperkamp bis zur bestehenden Infrastruktur der BEG verlegt. Die Bauarbeiten begannen Mitte November 2025 und wurden nun wie geplant abgeschlossen. Durch den Anschluss kann der bisher genutzte Gaskessel im Heizwerk außer Betrieb genommen werden. Die Investitionssumme lag bei rund 2,5 Millionen Euro.
„Mit dem fristgerechten Abschluss dieses Projekts haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass die Menschen in Bremerhaven-Lehe pünktlich zur Heizperiode mit Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk versorgt werden können. Damit reduzieren wir den Einsatz von Erdgas und machen die Wärmeversorgung zukunftsfähig. Besonders freut mich, dass wir dieses Projekt im geplanten Zeit- und Budgetrahmen umsetzen konnten. Mein Dank gilt allen Beteiligten sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauarbeiten“, sagt Gunnar Geise, Vorstand der swb AG.
Auch die Stadt Bremerhaven begrüßt den erfolgreichen Projektabschluss. „Das Projekt zeigt sehr konkret, wie die Wärmewende vor Ort funktionieren kann: Vorhandene Abwärme wird sinnvoll genutzt, der Einsatz von Erdgas reduziert und dadurch wird CO₂ eingespart. Aus Sicht des Klimaschutzes ist genau das der richtige Ansatz – vorhandene Energiepotenziale vor Ort konsequent zu erschließen und damit Schritt für Schritt eine klimafreundlichere Wärmeversorgung in Bremerhaven aufzubauen“, ergänzt Andrea Toense, Stadträtin für Gesundheit, Klima und Umwelt.
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