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Publikum hinter Mikro
LeseArt
Hier finden Sie die aktuellen Termine der LeseArt-Veranstaltungen im swb-Kundencenter.

LeseArt - Der literarische Treffpunkt im swb-Kundencenter Bremen

LESEArt veranstaltet Lesungen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Literatur. Das geschriebene Wort als Ausdruck von Kreativität findet hier seinen Platz. In Autorenlesungen sowie in szenischen Lesungen werden Gegenwartsliteratur und Klassiker in Prosa und Lyrik vorgestellt. Aufgegriffen werden auch aktuelle Themen der kulturellen Einrichtungen der Stadt, wie Theater, Kunsthalle, Hochschule für Künste und Musik. Literatur in ihrer unendlichen Vielfalt erleben und genießen, fremde Texte auf sich einwirken lassen und anschließend miteinander ins Gespräch kommen.

Veranstaltung und Moderation:
Marion Heuer und Gisela Mües
kontakt: leseart@gmx.de

LeseArt-Veranstalterinnen Marion Heuer und Gisela Mües

Im swb-Kundencenter Bremen,
Sögestraße/Am Wall, 1.Etage,
28195 Bremen

3 Lesung im zweiten Halbjahr 2018, 19.00 Uhr:
Donnerstag 18. Oktober
Donnerstag 08.November
Donnerstag 29. November


Donnerstag 18. Oktober, 19 Uhr

Prof. Martin Korte - Wir sind Gedächtnis - Wie unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind

Genau 86.400 Sekunden hat ein Tag, und in jeder einzelnen prasseln unzählige Sinneseindrücke auf uns ein. Wir sehen, riechen, hören, schmecken, reagieren mit Emotionen und beurteilen das Erlebte. Kurz: Wir machen ständig neue Erfahrungen und lernen Neues hinzu. Dabei halten wir es für selbstverständlich, dass wir den Alltag meistern, ohne von seiner Informationsflut überwältigt zu werden. Dass dies gelingt, verdanken wir einer Meisterleistung der Natur: Unserem Gedächtnis.

Der Hirnforscher Martin Korte nimmt uns mit auf eine Reise ins Epizentrum unseres Ich-Bewusstseins. Er zeigt, wie vielfältig das Gedächtnis unser Denken und Handeln bestimmt - und wie wandelbar unsere Erinnerungen sind, die bei jedem Abrufen neu konstruiert werden. Kortes These ist: Erinnerungen sind nicht nur eine Anhäufung von Wissen und Einzelheiten unserer Autobiographie, sondern der Stoff, aus dem unsere Identität gemacht wird. Anders gesagt: Wir Menschen sind unser Gedächtnis - und unser Gedächtnis sind wir.

Martin Korte ist Professor für Neurobiologie an der TU Braunschweig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die zellularen Grundlagen von Lernen und Erinnern ebenso wie die Vorgänge des Vergessens.


Donnerstag 08. November, 19 Uhr

Hauke Kuhlmann & Florian Pehlke - Robert Walsers Kleinigkeiten

Durch das gesamte Werk des schweizerischen Dichters Robert Walser (1878–1956) ziehen sich drei ‚rote Fäden‘: Es besteht hauptsächlich aus kleinen Textformen; es ergibt sich aus literarischen Blicken auf das Kleine und Enge; und es konzentriert sich dabei häufi g ‚zwischen den Zeilen‘ auf das Schreiben selbst. Solche Feuilletons über das Geschichtenschreiben, in denen es um Papier, Nägel, Öfen und Wurst gehen kann, muten zunächst idyllisch an. Bei genauerer Lektüre zeigen sich allerdings nicht selten die Brutalität der Gegenwart und die Zerrissenheit des Ichs in ihr gerade am Beschaulichen, an den Kleinigkeiten überaus deutlich. In der Veranstaltung sollen einige dieser kurzen Geschichten vorgestellt und vor diesem Horizont interpretiert werden.

Hauke Kuhlmann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich 10 (Sprach- und Literaturwissenschaften) der Universität Bremen, dort in der AG Neuere Deutsche Literaturwissenschaft; aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Konservatismusdiskurse, Roman der Goethezeit, Bildästhetik des 19. Jahrhunderts.

Florian Pehlke ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich 10 (Sprach- und Literaturwissenschaften) der Universität Bremen, dort in der AG Neuere Deutsche Literaturwissenschaft; aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Kulturgeschichte der Skizze, Kunsttheorie der Weimarer Klassik, Bild/Text-Relationen.


Donnerstag 29. November, 19 Uhr

Detlef Stein - "Jeder Mensch ist ein Künstler" - Zum 'erweiterten Kunstbegriff' bei Joseph Beuys

Kein anderer Künstler der Nachkriegszeit hat die öffentliche Meinung so stark polarisiert wie Joseph Beuys. Für die einen gilt er als Künstler-Scharlatan, die anderen sehen in ihm eine zentrale Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts.

Der Kunsthistoriker Detlef Stein stellt die Ideen und die Hauptwerke des Künsters vor. Dazu gehört auch die Aktion „7000 Eichen“, die Beuys im Rahmen der Documenta in Kassel realisierte.