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Publikum hinter Mikro
LeseArt
Hier finden Sie die aktuellen Termine der LeseArt-Veranstaltungen im swb-Kundencenter.

Hinweis: Die Veranstaltung am 19. März 2020 muss leider aufgrund der aktuellen Gesundheitslage ausfallen. Wir informieren Sie rechtzeitig über den Status weiterer Veranstaltungen auf unserer Seite zu aktuellen Veranstaltungen.

LeseArt - Der literarische Treffpunkt im swb-Kundencenter Bremen


LESEArt veranstaltet Lesungen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Literatur. Das geschriebene Wort als Ausdruck von Kreativität findet hier seinen Platz. In Autorenlesungen sowie in szenischen Lesungen werden Gegenwartsliteratur und Klassiker in Prosa und Lyrik vorgestellt. Aufgegriffen werden auch aktuelle Themen der kulturellen Einrichtungen der Stadt, wie Theater, Kunsthalle, Hochschule für Künste und Musik. Literatur in ihrer unendlichen Vielfalt erleben und genießen, fremde Texte auf sich einwirken lassen und anschließend miteinander ins Gespräch kommen.

Veranstaltung und Moderation:
Gisela Mües
kontakt: leseart-bremen@t-online.de

LeseArt-Veranstalterin Gisela Mües

Im swb-Kundencenter Bremen,
Sögestraße/Am Wall, 1.Etage,
28195 Bremen

Termine von März bis Juli 2020

Donnerstag, 19. März 2020 um 19.00 Uhr > Veranstaltung muss leider entfallen 
Donnerstag, 23. April 2020 um 19.00 Uhr
Donnerstag, 04. Juni 2020 um 19.00 Uhr
Donnerstag, 02. Juli 2020 um 19.00 Uhr

LeseArt
Programm März bis Juli 2020

Donnerstag 23. April, 19 Uhr

Prof. Dr. Bernd Roeck - Leonardo: Der Mann, der alles wissen wollte

Maler, Architekt, Forscher, Erfinder, Literat und Gelehrter: Niemand hat das Ideal der Renaissance vom ‚uomo universale‘, vom universalen Menschen, glänzender verkörpert als Leonardo da Vinci. In seiner mitreißend geschriebenen Biographie folgt Bernd Roeck Leonardo durch das Italien der Renaissance und durch den geistigen Kosmos dieser Epoche, dessen Grenzen er immer wieder durchbrach. Leonardo war ein Besessener, der Wunderwerke hinterließ und eine unendliche Fülle von Idealen.

Sie haben die Phantasie der Nachwelt blühen und die Spekulationen wuchern lassen. Bernd Roeck unterzieht die Quellen einer strengen Prüfung, um offenzulegen, was wir wirklich von dem Künstler wissen können - und was nicht. Roecks Zuhörer begleiten Leonardo nach Venedig, Rom und an die Loire. In seiner Mailänder Werkstatt sehen sie ihn beim Malen mit Pinseln aus Eichhörnchenhaar zu. Sie erfahren von den Netzwerken, die Leonardos steile Karriere beförderten, und von den politischen Wirren, durch die er sich lavierte. Vor allem aber können sie die kreativen Prozesse verfolgen, in denen Leonardos einzigartige Kunst entstand.

Dr. Bernd Roeck ist seit 1999 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Zürich und einer der besten Kenner der europäischen Renaissance.


Donnerstag 04. Juni, 19 Uhr

Dr. Ingrid Laurien - "Heimatdichter ohne Heimat. Wer war Ödön von Horvath?"

„Heimat? Kenn ich nicht. Ich bin eine typische altösterreichungarische Mischung, meine Muttersprache ist Deutsch. Der Begriff ‚Vaterland‘ ist mir fremd. Mein Vaterland ist das Volk.“

Ödön von Horvath (1901-1938) ist einer der meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Aufgewachsen, als Sohn eines österreichisch-ungarischen Diplomaten, in Belgrad, Budapest, München, Preßburg und Wien, gilt Horvath als Erneuerer des Volksstücks. Vor allem durch die Demaskierung der kleinbürgerlichen Sprache („Bildungsjargon“) übte er radikale Kritik an den Kleinbürgern seiner Zeit und deren Fassadenmoral. Zwischen dem, was seine Figuren sagen, und dem, was sie meinen, besteht eine unüberwindbare Kluft. Nur manchmal, ganz selten, zerreißt das Netz ihres Jargons, in dem seine Figuren zappeln, und ein Mensch in seiner Verzweiflung wird blitzartig sichtbar.

Dr. Ingrid Laurien ist Literaturwissenschaftlerin in Göttingen.


Donnerstag 02. Juli, 19 Uhr

Dr. Kirsten Harjes - Nordische Mythologie heute

Um das Jahr 1220 herum fasste der isländische Schriftsteller und Häuptling Snorri Sturluson uralte germanische Mythen in einem Ratgeber für Dichter zusammen. Das Buch enthält schillernde Darstellungen heidnischer Götterkulte, die historisch bis in die Bronzezeit zurückverfogt werden können, Zitate aus älteren mythischen Liederzyklen, sowie Tipps und Tricks für aufstrebende Dichter. Es ist heute als Snorra Edda bekannt und zählt zusammen mit den altisländischen Sagas zu den großen mittelalterlichen Werken des indo-germanischen Sprachraums. Die Mythen von Odin, Thor Freyja begegnen uns heutzutage meistens nur noch in Richard Wagner‘s Ring des Nibelungen, in diversen Videospielen und Heavy Metal Songs und als Nebenprodukt der Wikingerfaszination, aber ein genaueres Lesen lohnt sich: Die fantastischen Geschichten vom Anfang und Ende des Universums, von Naturgeistern und von Göttern, die sich immer wieder beweisen müssen und über ihre eigenen Fehlkalkulationen stolpern, enthalten feinsinnige Einsichten in menschliche Umtriebe, wie Macht, Wissen und Weisheit, Gewalt und ihre Zügelung.

Kirsten Harjes ist Dozentin an der University of California at Berkeley, USA.