LeseArt
Unsere Veranstaltungsreihe „LeseArt“ findet statt im Wall-Saal der Stadtbibliothek, Am Wall 201. Einlass jeweils ab 17:30, Beginn um 18:00.
Das Projekt LESEArt veranstaltet Lesungen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Literatur. Das geschriebene Wort als Ausdruck von Kreativität findet hier seinen Platz. In Autorenlesungen sowie in szenischen Lesungen werden Gegenwartsliteratur und Klassiker in Prosa und Lyrik vorgestellt. Aufgegriffen werden auch aktuelle Themen der kulturellen Einrichtungen der Stadt, wie Theater, Kunsthalle, Hochschule für Künste und Musik. Literatur in ihrer unendlichen Vielfalt erleben und genießen, fremde Texte auf sich einwirken lassen und anschließend miteinander ins Gespräch kommen.
Veranstaltung und Moderation:
Gisela Mües
Kontakt: leseart-bremen@web.de
Donnerstag, 15. Oktober, 18 Uhr
Edvard Munch - Bilder von Leben, Liebe und Tod
Der 1863 geborene Edvard Munch hat wie kaum ein anderer nach künstlerischen Ausdrucksmitteln für seine bisweilen traumatischen Erfahrungen von Angst und Verlust gesucht. Von seinem realistischen Frühwerk ausgehend entwickelte der Maler ein Werk, das heute als wegweisend für den Expressionismus gewürdigt wird, zunächst jedoch stark verunsicherte und das Publikum polarisierte. Der Vortrag stellt Leben und Werk Munchs im kunstgeschichtlichen Kontext dar.
Detlef Stein ist Kunsthistoriker in Bremen.
Donnerstag, 05. November, 18 Uhr
"Wer wirft unser Herz vor uns her...?" Rainer Maria Rilke auf Reisen
Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), der zu den wichtigsten Lyrikern des 20. Jahrhunderts zählt, war ein ruhelos Reisender. Er suchte die Heimat in der Fremde. Doch machte der Dichter keine Urlaubs- oder Erholungsfahrten, sondern blieb oft mehrere Wochen oder Monate in einer Stadt und einer Landschaft, um deren Atmosphäre in sich aufzunehmen. Seine Reisen waren Lehrjahre des Sehen-Lernens und bildeten die Grundlage für seine Fähigkeit, das Geschaute mit Worten zu gestalten. Wichtig für Rilkes künstlerische Entwicklung waren vor allem Italien, Rußland, Frankreich und Spanien.
Seine Briefe und Gedichte dokumentieren auf eindrucksvolle Weise seinen Weg des Sehen-Lernens zu poetischer Meisterschaft. Noch im Spätwerk, den "Sonetten an Orpheus" und den "Duineser Elegien", spiegeln sich oft viele Jahre zurückliegende Reise-Impressionen. In den letzten Lebensjahren wurde der Dichter des Reisens müde und stellte das Schauen selbst in Frage. Doch ohne die Erfahrungen und Bilder seiner Reisen hätte Rilke nicht das Werk schaffen können, das ihn berühmt machte. "Wunderlich ist es zu reisen: Was hab ich alles gesehen. Dabei noch nicht mal gut gesehen, nur so eben hin; wenn man nun erst richtig schaute und reiste, was müsste dabei herauskommen..."
Jutta Rosenkranz ist Literaturwissenschaftlerin und freie Schriftstellerin in Berlin.
Die Veranstaltung findet im "Haus der Wissenschaft", Sandstraße 2-4, statt.
Donnerstag, 26. November, 18 Uhr
"Wäre es doch Weihnachten!" - Die Welt des Hans Christian Andersen
Die Weihnachtszeit ist erfüllt von einem besonderen Zauber. Immer schon haben Geschichten von Liebe und Hoffnung dort ihren Platz, so auch die Märchen, diese zeitlosen Fenster in eine andere Welt, die voller Magie und Lebensweisheit stecken. Einer der berühmtesten Märchendichter ist Hans Christian Andersen. Er war kein einfacher Mensch. Er litt unter Kritik, kränkelte viel und war zwischen glänzendem Selbstbewusstsein und schwärzester Verzweiflung hin - und hergerissen. Ungeachtet dessen hat er ein märchenhaft abenteuerliches Leben geführt und ein schriftstellerisches Werk hinterlassen, das seinen Namen unsterblich gemacht hat. Von diesem erstaunlichen Leben erzählt Petra Urban und unternimmt gleichzeitig einen vergnüglichen Streifzug durch einige seiner wunderbaren Märchen. Poetische Geschichten, die gerade beim Zuhören ihre tiefe Weisheit und ihre anrührende Menschlichkeit entfalten.
Dr. Petra Urban ist Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin in Bingen am Rhein.
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