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Informieren Sie sich rund um das Thema Beleuchtung für Unternehmen.
Licht-ABC

Begriffe rund um Beleuchtung verständlich erklärt

Verschaffen Sie sich mit unserem Licht-ABC einen Überblick über gängige Begriffe der öffentlichen Beleuchtung von Beleuchtungsstärke über ErP-Richtlinie und HQL bis zu Lichtfarbe, Lichtstrom etc.

Beleuchtungsstärke

Strahlungsleistung des vom menschlichen Auge wahrnehmbarem Lichts bezogen auf eine beleuchtete Flächengröße. Die Beleuchtungsstärke E gibt das Verhältnis des auffallenden Lichtstroms zur beleuchteten Fläche an. Die Beleuchtungsstärke beträgt 1 lx, wenn der Lichtstrom 1 lm auf eine Fläche von 1 m2 gleichmäßig auftrifft. 

ErP-Richtlinie (ehemals EuP-Richtlinie)

Die Ecodesign-Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 schafft einen Rahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte. Die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG, auch Energy-related Products (ErP) genannt, ersetzt die Richtlinie 2005/32/EG, auch Energy-using Products (EuP), vom 6. Juli 2005.

Farbwiedergabe-Index

Je nach Einsatzort und Sehaufgaben sollte künstliches Licht eine möglichst korrekte Farbwahrnehmung entsprechend natürlichem Tageslicht ermöglichen. Maßstab dafür sind die Farbwiedergabe-Eigenschaften einer Lichtquelle, die in Stufen des „allgemeinen Farbwiedergabe-Indexes“ Ra ausgedrückt werden. Der Farbwiedergabe-Index bezeichnet das Maß der Übereinstimmung einer Körperfarbe mit ihrem Aussehen unter der jeweiligen Bezugslichtquelle.

Farbwiedergabeeigenschaft Farbwiedergabestufe Farbwiedergabeindex Ra Lampenbeispiele
Sehr gut 1 A > 90 Halogenglühlampen,
Leuchtstofflampen
(de luxe, lumilux)
Halogen-Metalldampf
1 B 80 - 89 LED (Ra_max. 90) Leuchtstofflampen (xtrem, lumilux)
Gut 2 A 70 - 79 Standardleuchtstofflampen
2 B 60 - 69 Leuchtstofflampen
Genügend 3 40 - 59 Quecksilberdampflampen
Ungenügend 4 <> Na-Hochdruck und
Niederdruckentladungslampen

Gleichmäßigkeit der Beleuchtung

Die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung ist von der Art und Anordnung der Leuchten, von der Anlagegeometrie und der Art der angrenzenden Flächen abhängig. Die örtliche Gleichmäßigkeit der Beleuchtung hat sowohl Auswirkungen auf den Sehkomfort als auch auf die Sehleistung. Inhomogenitäten können dazu führen, dass Tarnzonen entstehen, in denen ein ungenügender Kontrast von Hindernissen zur Umgebung auftreten kann. Darüber hinaus wird hier das Auge durch häufiges Anpassen an die Helligkeit, bedingt durch die Ungleichmäßigkeit, schneller ermüdet. Wesentliche Merkmale einer optimalen Beleuchtung sind die Gleichmäßigkeit der Leuchtdichte sowie die Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke.

Kompaktleuchtstofflampe

Sie spendet weißes Licht bei hoher Nutzlebensdauer (bis 16.000 Stunden). Bevorzugter Einsatz beim Bedarf niedriger Lichtpunkthöhen in Wohngebieten. Energiesparende Kompaktleuchtstofflampen sind eine gute Wahl bei Neubau oder Sanierung des Bestands. Bedarfsgerecht geschaltet, leisten sie einen erheblichen Beitrag zur Kostenoptimierung im Haushalt von Städten und Gemeinden.

Lampe

Sie ist die Quelle optischer Strahlung (Leuchtmittel); die öffentliche Beleuchtung unterscheidet Quecksilberdampflampen, Natriumdampf-Hochdrucklampen und -Niederdrucklampen, Halogen-Metalldampflampen, Kompaktleuchtstofflampen und LED.

LED

Innovative Leuchtdioden basieren auf Halbleiterverbindungen, die elektrischen Strom direkt in Licht umwandeln. Die nur wenige Millimeter großen LED bieten entscheidende technologische Vorteile - und sind damit in vielen Bereichen der Allgemeinbeleuchtung eine echte Alternative zu konventionellen Leuchtmitteln. LED emittieren zudem farbiges Licht - sie leuchten in rot, orange, gelb, grün oder blau. Aber auch weisse LED sind aufgrund einer speziellen Technologie möglich.

Leuchtdichte

Die Leuchtdichte einer Lichtquelle oder einer beleuchteten Fläche ist maßgebend für den wahrgenommenen Helligkeitseindruck.

Lichtquelle Mittlere Leuchtdichte [cd/m2]
Xenon-Kurzbogenlampe 200.000 - 5.000.000
Sonne 1.600.000
Halogenmetalldampflampe 10.000.000 - 60.000.000
Glühlampe 2.000.000 - 26.000.000
Kompakt-Leuchtstofflampe 20.000 - 70.000
Leuchtstofflampe 5.000 - 30.000
Besonnte Wolken 10.000
Kerze 7.500
Blauer Himmel 5.000
Spiegelrasterleuchten 100
Bevorzugte Werte in der Innenbeleuchtung 50 - 500
Weißes Papier bei 500 lx 100
Weißes Papier bei 5 lx 1
LED 5.000 - 50.000.000

Leuchte

Eine Leuchte ist ein elektrisches Gerät zur Aufnahme der Lampe (Leuchtmittel). Sie besteht Gehäuse und Reflektor sowie den zum Betrieb der Lampe notwendigen Betriebsmitteln (Vorschaltgerät, Zündgerät, Kondensator, Schalter etc.).

Leuchtenwirkungsgrad

Der Leuchtenwirkungsgrad ist ein wichtiges Kriterium für die energiewirtschaftliche Einstufung einer Leuchte. Er gibt das Verhältnis des von der Leuchte abgegebenen Lichtstroms zum Lichtstrom der in der Leuchte eingesetzten Lampen wieder. Der Leuchtenwirkungsgrad LB von Standard-Leuchten liegt bei ca. 0,6, der von Hochleistungsleuchten bei ca. 0,8-0,85. LED-Leuchten erreichen einen Leuchtenwirkungsgrad von 0,7 – 0,94.

Lichtausbeute

Sie beschreibt, mit welcher Wirtschaftlichkeit die aufgenommene elektrische Leistung in Licht umgesetzt wird. Der theoretisch erreichbare Maximalwert bei völliger Umsetzung der Energie in sichtbares Licht beträgt 683 lm/W. Die in der Realität erreichten Werte sind allerdings sehr viel geringer und liegen zwischen 10 lm/W und 150 lm/W. Moderne LED-Leuchten erreichen bis 100 lm/W.

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe wird in Kelvin (K) angegeben. Hierbei lassen sich drei Hauptgruppen unterscheiden: warmweiß < 3.300="" k,="" neutralweiß="" 3.300="" -="" 5.000="" k="" und="" tageslichtweiß=""> 5.000 K.

Telemanagement

Computergesteuerte Schaltung von Leuchten nach Kriterien wie Außenhelligkeit, Tageszeit und Verkehrsdichte. Ziel ist die Energieeinsparungen.

Lichtpunkthöhe

Gemeint ist die Höhe der montierten Lichtquelle an einem Tragsystem. Sie wird bei der Planung in Abhängigkeit von Art und Umfang einer zu erstellenden Beleuchtung festgelegt.

Lichtstärke

siehe Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte

Lichtstrom

Der Lichtstrom stellt die gesamte von einer Lichtquelle in den Raum abgegebene Strahlungsleistung dar.

Lichtverschmutzung

Der Fachmann versteht darunter die unerwünschte Aufhellung des Nachthimmels oder Anstrahlung von Flächen z.B. Hauswänden, unter der Menschen und besonders Insekten leiden. Im Vergleich zu konventionellen Lampen entsteht bei LED kein für Insekten anziehendes UV-Licht, damit verringert sich die Anflugdichte auf null.

Natriumdampfhochdrucklampe

Die leicht zu erkennenden gelblichtigen Lampen bieten eine hohe Nutzlebensdauer (bis 16.000 Stunden) und finden aufgrund ihrer hohen Lichtausbeute in der Straßenbeleuchtung auf großer Lichtpunkthöhe Anwendung.

Nutzlebensdauer

Die Nutzlebensdauer ist eine vereinfachte praxisgerechte Betrachtung der wirtschaftlichen Lebensdauer. Man versteht darunter die Betriebszeit nach welcher der Anlagelichtstrom – d.h. das Produkt aus relativem Lichtstrom und relativem Anteil noch funktionsfähiger Lampen – noch zu ca. 80 Prozent des Anfangswertes (100 Stunden) beträgt.

Quecksilberdampflampen

Sie gehören zu den Hochdruckentladungslampen und bringen weißes Licht mit einem hohen UV-Anteil. Die Lichtausbeute ist im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln eher gering. Jede dritte Lampe in Deutschland ist eine Quecksilberdampflampe. Diese werden ab dem 1. Januar 2015 laut Ecodesign -Richtlinie aufgrund ihrer geringen Effizienz nicht mehr im Handel angeboten. Restbestände dürfen aufgebraucht werden. Beim Ersatz durch LED-Leuchten ergibt sich gegenüber mit Quecksilberdampflampen bestückten Leuchten – beide mit Vorschaltgerät ausgestattet – bei gleichem Beleuchtungsniveau eine Einsparung von bis zu 75 Prozent.