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swb BHKW Hastedt
Für die Energiewende in Bremen
Blockheizkraftwerk Hastedt
Alles Wichtige auf einen Blick: So senkt swb gezielt den Ausstoß von Kohlendioxid am Standort Hastedt und sichert die Wärmeversorgung der Zukunft.
Für eine klimaschonende Zukunft in Bremen

Das Blockheizkraftwerk in Hastedt


Die deutsche Energiewende ist eine riesige Herausforderung. Die Energieversorgung muss für die Zukunft sichergestellt und gleichzeitig klimaschonend werden. swb prüft deshalb einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis Mitte der 2020er Jahre. 

Neben dem Bau der Fernwärme-Verbindungsleitung und der Klärschlammmonoverbrennung ist der Bau eines neuen erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerks (BHKW) am Standort Hastedt ein weiterer essentieller Schritt.

Das BHKW soll 2022 den Betrieb aufnehmen, danach geht das Steinkohlekraftwerk "Block 15" vom Netz. Der Effekt: Wir sparen jedes Jahr 565.000 Tonnen CO2 ein, was einer Reduzierung der Kohlendioxid-Ausstöße von rund 90 % entspricht. Das ist ungefähr so, als wenn man mit einem Mal 45.000.000 (in Worten: Fünfundvierzigmillionen) Bäume pflanzen würde, die fleißig jedes Jahr CO2 einspeichern. Für über 30.000 Haushalte wird die Fernwärme damit noch umweltfreundlicher als zuvor.

Zuvor sind allerdings Investitionen in Höhe von 140 Millionen Euro notwendig, außerdem möchten wir unseren bisherigen Kraftwerksmitarbeitern eine neue Perspektive bieten. Trotz dieser großen Aufgaben lohnt sich der Umstieg: Denn wir möchten unsere selbstgesteckten Klimaziele erreichen – und sind froh, dass der Bau des BHKWs begonnen hat.

„Mit der Entscheidung, den in Kraft-Wärme-Kopplung betriebenen Steinkohleblock Hastedt 15 durch ein hocheffizientes KWK-Blockheizkraftwerk mit neun erdgasbetriebenen Motoren zu ersetzen, haben wir das Optimum aus Klimaschonung, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit erreicht. Mit dem Konsortium haben wir einen international tätigen Projektpartner gewinnen können, der in dieser besonderen Partnerschaft all seine gebündelte Erfahrung aus Technik, Projekten und Betrieb in eine erfolgreiche Realisierung einbringen wird.“


Jens-Uwe Freitag, Geschäftsleiter swb Erzeugung AG & Co. KG

Die Fakten zum geplanten BHKW:

565.000 CO2-Einsparung pro Jahr
140 Millionen Euro Investitionen
Baubeginn: 2020
Fertigstellung und Inbetriebnahme: 2022
Elektrische Leistung: 104 Megawatt
Thermische Leistung: 93 Megawatt
Projektpartner: Uniper (Generalunternehmer) und Wartsilä (Motoren)

Die Historie des Standorts Hastedt:

An unserem Kraftwerksstandort in Hastedt wird bereits seit 1906 in verschiedenen Kraftwerksblöcken Steinkohle verbrannt. Im sogenannten „Block 15“ wird dort seit der Inbetriebnahme 1987 in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Fernwärme erzeugt. Block 15 galt aufgrund der hohen Energieeffizienz und der vergleichsweise geringen Emissionen als hochmodern. Vor dem Hintergrund von Tschernobyl war das damals der Grund für die Bremer Grünen, ein solches Steinkohlekraftwerk zu fordern. Mit der Energiewende geht es nun einen entscheidenden Schritt weiter.

Frequently Asked Questions (FAQ)

Haben Sie Fragen? Dann finden Sie hier vielleicht eine Antwort:

Wie sind Sie vorgegangen?

Wir haben eine lange Zeit geprüft, mit welchen Möglichkeiten die Versorgung unserer Kunden zukünftig weiterhin gewährleistet werden kann, wenn wir aus der Kohle aussteigen. Es ist ein Kraftakt für swb, den Kohleausstieg umzusetzen. Er bedeutet große finanzielle Anstrengungen und personelle Veränderungen – unser Ziel ist, dass die Mitarbeiter dabei nicht auf der Strecke bleiben.

Im Rahmen dieses Projekts wurden unterschiedliche Arten der Strom- und Wärmeerzeugung umfangreich untersucht: z.B. der Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, der Einsatz von Biomasse, oder auch der Einsatz von Blockheizkraftwerken.

Es gibt vielfältige Einflussfaktoren zu beachten. Neben wirtschaftlichen Überlegungen spielen vor allem ökologische und personelle Faktoren eine sehr wichtige Rolle. Ca. 70 Mitarbeiter am Standort sind direkt mit der Strom- und Wärmeerzeugung aus Kohle verbunden. Für sie wollen wir eine berufliche Perspektive innerhalb des swb-Konzerns schaffen.

Ziel war es, eine CO2-arme, also „grüne“ und zukunftsfähige Wärmeversorgung für Bremen zu gewährleisten, die auch wirtschaftlich ist. (ca. 70 Mitarbeiter am Standort sind direkt mit der Strom- und Wärmeerzeugung aus Kohle verbunden).

Wie sind die aktuellen Planungsschritte?

Der Baubeginn ist genehmigt, und es wird schon mit der Winkelstützwand und der Pfahlgründung begonnen. Inzwischen haben wir den Baugrund vorbereitet, und die Kampfmittelräumung ist erfolgt. 

Was kostet der geplante Bau?

Wir investieren rund 140 Millionen Euro in den Neubau, und bereits 2022 soll das Kraftwerk in Betrieb gehen.  

Warum realisieren Sie nicht eine dezentrale Erzeugung, viele kleine BHKWs dort, wo die Wärme gebraucht wird? Dann würde doch das attraktive Grundstück frei werden?

Natürlich haben wir auch über ein solches Modell nachgedacht. Zu bedenken ist allerdings, dass immer eine Alternative für die Versorgung vorhanden sein muss, falls es zu Ausfällen kommt. Somit müssten Ersatz- und Redundanzanlagen installiert und auch gewartet werden. Das ist gerade, wenn man eine Vielzahl dezentraler Anlagen als Ersatz für eine zentrale betrachtet, unwirtschaftlich. Auch hinsichtlich der Emissionen unterliegt die große, zentrale Lösung hohen Anforderungen, die wir mit unserem BHKW erfüllen. Unter Berücksichtigung der Aspekte Umwelt, Kosten und Arbeit ist die zentrale Erzeugung am Standort die sicherste und beste Entscheidung.

Können Sie nicht einen Radweg am Standort mit einplanen?

Unsere oberste Regel ist, dass der Anlagenbetrieb sicher ist. Aktuell gibt es Bebauungen direkt am Wasser, die sicherheitsrelevant sind. Hier können wir nicht ohne weiteres einen Radweg einplanen. Sollte der Hafen eines Tages nicht mehr als solcher fungieren und die Verbindung zwischen Weserwehr und Hemelinger Yachthafen als Fahrradweg in Betracht kommen, werden auch wir überlegen, wie wir unseren Beitrag dazu leisten können.

Wieviel CO2-Emissionen werden gegenüber dem jetzigen Status eingespart?

Wenn das BHKW in Betrieb genommen wurde und danach das Steinkohlekraftwerk „Block 15“ vom Netz gegangen ist, sparen wir jedes Jahr 565.000 Tonnen CO2 ein. Das entspricht einer Reduzierung von 90%.

Warum wird überhaupt etwas verändert am Standort Hastedt?

An diesem Standort wird seit 1907 in verschiedenen Kraftwerksblöcken unter anderem Steinkohle zur Stromerzeugung verbrannt; seit Inbetriebnahme des aktuellen Block 15 wird daraus in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Fernwärme erzeugt. Das galt 1987 aufgrund der guten Energieeffizienz und der modernen, emissionsarmen Anlage als Entscheidungskriterium für die Bremer Grünen, exakt ein solches Steinkohlekraftwerk zu fordern. Zudem waren die Geschehnisse in Tschernobyl damals ein wesentlicher Entscheidungsgrund.

Jetzt hat das politische Deutschland den Ausstieg aus der Energieerzeugung durch Kohleverbrennung beschlossen, um die Klimabelastungen deutlich zu verringern. Die Energieversorger sollen diesen Ausstieg möglich machen.  

Wir, die swb, stehen nun vor riesigen Herausforderungen. Die steinkohlebasierte Strom- und Wärmeerzeugung, wie sie bisher war, hat keine Zukunft mehr. Wir müssen neue Lösungen für eine zukunftssichere Versorgung finden und dabei das Klima schonen. 

Was wollen Sie bauen?

Wir bauen ein klimaschonendes, gasmotorenbetriebenes Blockheizkraftwerk. Wenn die Genehmigungen alle vorliegen, können wir offiziell mit den Arbeiten beginnen. Mit dem Konsortium von Uniper und Wärtsilä als Generalunternehmer haben wir starke Partner für den Bau gefunden. Das Kraftwerk wird eine Leistung von 104 Megawatt in der Stromerzeugung liefern und 93 Megawatt thermische Leistung, die in das Fernwärmenetz gespeist werden.

Wir investieren rund 140 Millionen Euro in den Neubau, und bereits 2022 soll das Kraftwerk in Betrieb gehen.  Sobald das BHKW in Betrieb genommen und das Steinkohlekraftwerk „Block 15“ vom Netz genommen wurde, vermeiden wir jedes Jahr 565.000 Tonnen CO2-Emissionen, was einer Reduzierung von rund 90 Prozent entspricht.

Warum wird Erdgas verbrannt und nicht regenerative Stoffe, wie z.B. Biomasse?

Natürlich haben wir über verschiedene Szenarien nachgedacht und diese auch geprüft. Sowohl unter dem Aspekt der geringstmöglichen Emissionen als auch unter der Prämisse einer weiteren Verringerung der Verkehrsbelastung für den Stadtteil waren andere Alternativen wie z.B. ein Altholz-KWK-Kraftwerk keine geeigneten Varianten.

Wird durch den Bau des BHKWs die Fernwärme für die Kunden teurer?

Nein, Baukosten werden natürlich nicht auf Fernwärmekunden umgelegt. Aber der Einsatz von Steinkohle als Energieträger ist heute im Vergleich zu anderen Brennstoffen günstig. Werden nun andere Energieträger eingesetzt, um Fernwärme zu erzeugen, werden sich auch die Kosten für die Fernwärmenutzer verändern. Der Fernwärme-Preis für Endkunden orientiert sich auch immer an den Kosten möglicher Alternativen (z.B. Erdgas zur Wärmeversorgung). Es ist erklärtes Ziel von swb, die Fernwärme als konkurrenzfähige Alternative attraktiv für Bremische Kunden zu halten.

Wie nutzen Sie den Standort insgesamt weiter, wenn das BHKW fertig ist?

Wir haben zwar aktuell keine konkreten Pläne für die Nutzung des markanten Bauwerks "Block 14" auf unserem Gelände, aber es gibt verschiedene Ideen. Eine Option könnte die Nutzung als Energiespeicher sein. Zudem sind mit Block 14 weitere Gebäude direkt verbunden, die aktuell noch in Betrieb sind. Über die Anlagenteile von "Block 15" wird erst nach der Abmeldung des Kraftwerks vom Strommarkt und nach der endgültigen Stilllegung entschieden werden. Ansonsten: s.o.

Kann Wasserstoff beigemischt werden?

Ja, ein Anteil bis zu 20% Wasserstoff kann jedem Motor beigemischt werden. Das ist mit Blick auf die Entwicklung des Marktes für eine industrielle Wasserstoffproduktion aus regenerativ erzeugtem Strom ganz wichtig.

Wie ist die Lärmbelästigung für die Bürger?

Die Motoren des geplanten BHKWs sind so eingehaust, dass es dadurch keine zusätzlichen Lärmbelästigungen für die Bürger geben wird. Auch werden keine Frequenzen entstehen, die eventuell als störend wahrgenommen werden. Entsprechende Gutachten liegen vor und werden bei der Ausführung der Anlage berücksichtigt. Zur Vermeidung von sogenanntem Körperschall werden die Motoren auf ein spezielles Fundament auf Federn aufgestellt, so dass keine Schwingungen ins Erdreich übertragen werden.

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swb Presse