swb schließt das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich ab und investiert in den Ausbau der Netze
Trotz globaler Krisen und schwieriger politischer sowie wirtschaftlicher Rahmenbedingungen blickt swb auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Der Energiedienstleister im Land Bremen steht finanziell solide da und konnte sein operatives Ergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahr noch mal leicht steigern. Gleichzeitig investierte swb deutlich mehr in die Zukunft: Das Investitionsvolumen für den Um- und Ausbau der Netze und für eine klimafreundlichere Strom- und Wärmeerzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als vierzig Prozent.
Stabiles Ergebnis trotz leicht sinkendem Umsatz
swb kann seine Zukunftsinvestitionen auf einer stabilen wirtschaftlichen Basis planen. Im Jahr 2025 stieg das Investitionsvolumen um 77,8 Mio. Euro auf 264,4 Mio. Euro (Vorjahr: 186,6 Mio. Euro). Der Konzernumsatz lag mit 1.670,7 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahrswert von 1.706,9 Mio. Euro. Der Hauptgrund waren geringere Erlöse aus der Stromvermarktung, ausgelöst durch niedrigere Marktpreise und verringerte Marktanteile. Das operative EBIT stieg auf 158,4 Mio. Euro (Vorjahr: 150,5 Mio. Euro). Positiv wirkte sich unter anderem das bessere Ergebnis der swb Entsorgung aus: Die neue Fernwärme-Verbindungsleitung zwischen dem Müllheizkraftwerk und dem Heizkraftwerk Vahr ermöglichte im ersten Quartal 2025 einen höheren Wärmeabsatz. Das Konzernjahresergebnis lag zum 31. Dezember 2025 bei 79,4 Mio. Euro (Vorjahr: 128,3 Mio. Euro). Der Rückgang ist vor allem auf Bewertungseffekte bei Derivaten zurückzuführen, die nicht zahlungswirksam sind.
„Schauen wir aktuell auf das Geschäftsjahr 2026, verfolgen wir die Entwicklungen der gesamt- und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr genau, und gleichzeitig sind die Folgen der geopolitischen Ereignisse kaum abschätzbar. Wir erwarten dennoch ein gutes operatives Ergebnis etwas unterhalb des Vorjahresniveaus“, erläuterte Gunnar Geise, Vorstand Finanzen und Personal.
Starker Wettbewerb – swb bleibt Marktführer in Bremen und Bremerhaven
Im Privat- und Geschäftskundensegment steht swb in den Sparten Strom und Erdgas im intensiven Wettbewerb. Die Wettbewerber drängen mit niedrigen Preisen in den Markt, um sich dauerhaft zu etablieren. swb punktet mit persönlicher Beratung, einem attraktiven Produktportfolio und einem ausgewogenen Preis‑Leistungs‑Verhältnis.
Zum 1. Januar 2025 hat swb die Strombeschaffung für Haushalte und Gewerbe mit weniger als 100.000 kWh Jahresverbrauch vollständig auf Ökostrom umgestellt. Die Umstellung erfolgte automatisch ohne Preiserhöhung und zahlt auf die Bremer Klimaziele ein.
In Bremen und Bremerhaven gingen die Marktanteile für Strom und Erdgas 2025 leicht zurück. In Bremen erreichte swb 79 Prozent Marktanteil beim Strom (Vor-jahr: 81 Prozent) und 75 Prozent beim Erdgas (Vorjahr: 77 Prozent). Damit liegt swb zwar unter dem Vorjahresniveau, aber weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Bremerhaven: swb erzielte dort 85 Prozent Marktanteil beim Strom (Vorjahr: 86 Prozent) und 82 Prozent beim Erdgas (Vorjahr: 84 Prozent).
Der Konflikt im Nahen Osten entwickelt sich zunehmend als Preistreiber auf dem Energiemarkt. Die stark schwankenden Preise an den Energiemärkten stellen eine kalkulatorische Herausforderung für bezahlbare Preise dar. Die Ende April 2026 bekannt gegebene Preiserhöhung für Erdgas zum 1. Juli 2026 basiert allein auf den stark gestiegenen Beschaffungskosten der letzten Monate. Die Mehrkosten kann swb ohne eine moderate Anpassung zum 1. Juli 2026 nicht ausgleichen.
Netze fit für die Zukunft machen
Die Energie- und Wärmewende bedeutet den Ausstieg aus der Strom- und Wärmeproduktion auf Basis fossiler Energieträger. Das erfordert hohe Investitionen in die Erneuerung und die massive Erweiterung der bisherigen Strom- und Wärmenetze sowie in die dazugehörigen technischen Anlagen. In ganz Deutschland wird die bisherige Energieversorgung im laufenden Betrieb umgebaut, auch im Land Bremen. Im Jahr 2025 investierte swb 264,4 Mio. Euro, 77,8 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, vor allem in zukunftsfähige Anlagen zur Energieerzeugung, zur thermischen Verwertung von Abfällen und Klärschlamm sowie in den Ausbau und die Erneuerung der Netzinfrastruktur. Besonders im Fokus: die Strom- und Wärmeleitungen in Bremen und Bremerhaven.
Dazu Dr. Karsten Schneiker: „Um die Zukunftsfähigkeit der Netze sicherzustellen, investieren wir in den nächsten Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro allein in den Aus- und Neubau von Umspannwerken. Denn die Netze bilden die Grundlage für eine sichere, zukunftsfähige und klimafreundliche Energieversorgung. Darüber hinaus wird sich durch die Energie- und Wärmewende mittelfristig unser durch-schnittliches Investitionsvolumen der vergangenen Jahre fast verdreifachen.“
Quartierslösungen und neue Geschäftschancen
Integrierte Versorgungskonzepte für Quartiere gewinnen weiter an Bedeutung: swb setzt dabei auf effiziente Gesamtlösungen aus Wärme, Kälte, Strom und erneuerbaren Energien. Im „Tabakquartier“ und im „Spurwerk“ hat swb entsprechende Quartierslösungen in Bremen erfolgreich umgesetzt. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem Photovoltaik, Wärmepumpen, Speicher und moderne Systemtechnik, die Energiebedarf und CO₂‑Emissionen senkten, sowie als innovative neue Lösung auch die Nutzung von Wärme aus Abwasser.
swb brachte den Ausbau der Fernwärme weiter voran, um bestehende, fossile Heizlösungen schrittweise durch klimafreundlichere Wärmelösungen zu ersetzen. Quartiere in Bremen, unter anderem die Bahnhofsvorstadt und Schwachhausen, sowie in Bremerhaven-Lehe wurden schrittweise an das Fernwärmenetz angebunden. Auch die Bremer Innenstadt sowie das Quartier in Bremerhaven-Grünhöfe sollen in Zukunft mit Fernwärme versorgt werden.
Viele Privatkundinnen und -kunden vertrauen auf swb als verlässlichen Energieversorger. Mit Blick auf die veränderten Anforderungen im Energiemarkt wird das Produktportfolio seit 2025 konsequent weiterentwickelt. Dabei erweisen sich Energiedienstleistungen (EDL) als ein wichtiges Wachstumsfeld für swb. Das EDL-Produktportfolio ermöglicht mithilfe von Photovoltaik, Wärmepumpen und Wallboxen die Nutzung erneuerbarer Energien für Haushalt und Gewerbe.
Klarer Kurs Richtung Klimaneutralität
Am Kraftwerksstandort Hafen plant swb die deutschlandweit erste CO₂‑Abscheideanlage an einer Müllerverbrennungsanlage. Das CO₂, das dort im Mittelkalorik-Kraftwerk entsteht, soll abgeschieden und dauerhaft in der Nordsee gespeichert werden (Carbon Capture and Storage, CCS). Das Projekt erfordert Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro und ist nur mit Fördermitteln der Europäischen Union oder von Bund und dem Land Bremen sowie nur zusammen mit regionalen Partnern realisierbar. Mit einer Vergabeentscheidung über die für eine Umsetzung erforderlichen Fördermittel rechnet swb zum Jahresende 2026.
„Wir haben die CO₂-Emissionen unserer eigenen Anlagen in den vergangenen sechs Jahren bereits um 75 Prozent reduziert – auf unter eine Million Tonnen. Jetzt nehmen wir die noch verbliebenen Emissionen in den Fokus“, betont Dr. Karsten Schneiker, Vorstand Technik.
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