Der Weltfahrradtag
Viele Menschen nehmen auch für kürzere Strecken gerne mal das Auto – dabei wäre das Fahrrad oft die bessere Wahl. Es ist umweltfreundlich, hält fit und entlastet den Verkehr. Der Weltfahrradtag am 3. Juni macht genau darauf aufmerksam. Erfahren Sie mehr über den Weltfahrradtag, die Vorteile des Fahrradfahrens und Bremens Beziehung zum Drahtesel.
Lesezeit: 2-3 Minuten
Inhalt:
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Weltfahrradtag findet jedes Jahr am 3. Juni statt. Der Aktionstag macht auf die Vorteile des Fahrradfahrens und nachhaltiger Mobilität aufmerksam.
- Wer regelmäßig Rad fährt, verbessert die Gesundheit, spart CO2 und entlastet gleichzeitig den Straßenverkehr.
- Die Bremerinnen und Bremer* legen viele Wege mit dem Fahrrad zurück. Bremen gehört zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands.
Warum braucht es den internationalen Tag des Fahrrads?
Am internationalen Weltfahrradtag wird regelmäßig auf Probleme im Straßenverkehr aufmerksam gemacht – insbesondere auf die Belastung durch motorisierten Individualverkehr. Ziel ist es, die Vorteile des Fahrradfahrens hervorzuheben und das Fahrrad als umweltfreundliches, gesundes und soziales Verkehrsmittel zu stärken.
Aktionen wie die Berliner Sternfahrt oder „Mit dem Rad zur Arbeit“ sind dabei gleichzeitig sichtbare Zeichen für eine nachhaltige Mobilitätswende. Gerade in fahrradfreundlichen Städten zeigt sich: Der Umstieg auf das Rad fördert nicht nur die eigene Gesundheit, sondern entlastet auch den Verkehr und vermeidet klimaschädliche Emissionen.
5 Vorteile des Fahrradfahrens
1. Gut für die Gesundheit
Regelmäßiges Radfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Ausdauer und fördert den Muskelaufbau – vor allem in den Beinen und im Rücken. Darüber hinaus werden die Gelenke etwa im Vergleich zum Joggen deutlich weniger belastet. Außerdem stärkt die Bewegung an der frischen Luft die Abwehrkräfte.
2. Klimafreundlich unterwegs
Wer das Fahrrad statt des Autos nutzt, reduziert aktiv den CO2-Ausstoß. Gerade auf kurzen Strecken ist das Fahrrad eine der umweltfreundlichsten Fortbewegungsarten. Es verursacht keine direkten Emissionen, keinen Lärm und trägt dazu bei, die Luftqualität in Städten zu verbessern.
Übrigens: Auch wenn der immense Ausstoß von Kohlenstoffdioxid heute klimaschädlich ist, so brauchen wir Kohlenstoff doch für das Überleben auf der Erde. Erfahren Sie hier mehr über den Kohlenstoffkreislauf.
3. Günstig und effizient
Im Vergleich zum Auto entstehen beim Fahrrad kaum laufende Kosten. Es braucht keinen Kraftstoff, keine Parkgebühren und Sie zahlen keine Steuern wie etwa beim KFZ. Auch Wartung sowie Anschaffung sind deutlich günstiger als beim Auto – eine gut gepflegtes Fahrrad währt lange und die Pflege lässt sich eigenständig durchführen. Zudem lassen sich gerade in der Stadt viele Wege schneller zurücklegen, weil unter anderem die Parkplatzsuche wegfällt.
Übrigens: Bei Regen oder Schnee ist die Fahrt mit einem Auto natürlich meist angenehmer, doch mit der richtigen Kleidung ist auch das Radfahren beispielsweise im Winter kein Problem.
4. Flexibel im Alltag
Ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder für die Freizeit: Ein Fahrrad lässt sich vielseitig einsetzen. Mit Lastenrädern, Satteltaschen oder Fahrradanhängern können sogar größere Einkäufe oder Kinder transportiert werden. Für schwerere oder lange Strecken eignet sich ein E-Bike.
5. Weniger Verkehr, mehr Lebensqualität
Je mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen, desto weniger Autos sind auf den Straßen unterwegs. Das entlastet den Verkehr, reduziert Lärm und schafft mehr Platz in der Stadt. Davon profitieren letztlich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer*, auch jene, die auf ein Auto angewiesen sind.
Fahrradfahren in Bremen
Die Bremerinnen und Bremer* lieben nicht nur den Esel als einen der vier Stadtmusikanten, sondern auch den Drahtesel als Fortbewegungsmittel. Denn auch abseits vom Weltfahrradtag fahren in Bremen sehr viele Menschen regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit oder nutzen es in und für die Freizeit. Außerdem wird vergleichsweise viel Geld in die Hand genommen, um Radwege oder Premiumradrouten in Bremen auszubauen.
Tatsächlich war die Bremer Herbststraße sogar die erste Fahrradstraße in Deutschland. In keiner anderen Stadt mit über 500.000 Menschen in Deutschland werden so viele Wege mit dem Rad zurückgelegt wie in Bremen. Europaweit liegt Bremen sogar auf Platz 3.
Das liegt unter anderem an dem starken Umweltbewusstsein der Menschen sowie an den schönen Grün- und Parkanlagen in Bremen. Fahrten entlang der Weser, durch die Wallanlagen oder durch den Bremer Bürgerpark bieten nicht nur eine tolle Aussicht auf die Natur, sondern helfen auch dabei, Ampeln zu umfahren. Dadurch lässt sich im Idealfall sogar Zeit sparen. Außerdem gibt es in Bremen einige ausgewiesene Fahrradstraßen wie jene durch den Friedenstunnel.
Falls Sie auf das Fahrrad umsteigen möchten, folgender Tipp: Je nach Zielort sollten Sie Ihre Fahrradstrecke so variieren, dass Sie regelmäßig leicht unterschiedliche Wege fahren. Auf diese Weise lernen Sie neue Orte kennen und finden eventuell sogar eine neue Lieblingsstrecke. Eine besonders beliebte Freizeitroute führt übrigens durch das Bremer Blockland.
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* Wir leben Diversität und heißen alle Menschen willkommen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Behinderung und Identität. Wir sind davon überzeugt, dass uns Vielfalt bereichert und im gemeinsamen Arbeiten voranbringt. Deshalb haben wir 2017 die Charta der Vielfalt unterzeichnet.